Große Stimme und eine formidable Band Juliano Rossi begeistert im Lingener Theater

Bei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater sorgte Juliano Rossi mit seiner Band (u.a. Hervé Jeanne am Kontrabass und Stephan Abel am Saxofon) für Begeisterung. Foto: Sebastian von MelleBei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater sorgte Juliano Rossi mit seiner Band (u.a. Hervé Jeanne am Kontrabass und Stephan Abel am Saxofon) für Begeisterung. Foto: Sebastian von Melle

Lingen (Ems). Es war die bereits 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater. Und wieder gab es eine Überraschung und einen vom Entertainer Oliver Perau alias Juliano Rossi gut gefüllten Saal begeisterter Förderer.

Wer auf einen beschaulichen Swing-Abend gehofft hatte, war vielleicht enttäuscht, für wen aber Rock und Jazz und Swing Geschwister sind, der kam aus dem Staunen nicht heraus. Oliver Perau alias Juliano Rossi gab mit gewaltiger Stimme und vorzüglicher Band ein Lingen-Debüt der Extraklasse. 


Bei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater sorgte Juliano Rossi mit seiner Band (v.l. Lutz Krajenski, Hervé Jeanne, Christian Schönefeld, Stephan Abel) für Begeisterung. Foto: Sebastian von Melle


Im Dienst der guten Sache

Zuvor begrüßten die Vorsitzenden des Fonds, Tina Scharrenbroich und Manfred Möheken, die Besucher. Sie wiesen auf die erste Lingener Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ am 19. Oktober und weitere Formen der Unterstützung hin. Und sie verabschiedeten die „gute Seele“ im Büro an der Waldstraße, Ingrid Flechtner, in den Ruhestand. Der Schirmherr, Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, war als Musiker sichtlich angetan, dass Scharrenbroich den Hannoveraner Entertainer an Land gezogen hatte, der ebenfalls im Dienst der guten Sache unterwegs sei. Seit fünf Jahren engagiere Oliver Perau sich beim Projekt „Klang und Leben“, wo er mit anderen Musikern Konzerte für Menschen mit Demenz gebe, so Krone.


Bei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater (Schirmherr: Oberbürgermeister Dieter Krone, r.) verabschiedeten die Vorsitzenden Tina Scharrenbroich und Manfred Möheken die langjährige Sekretärin Ingrid Flechtner (2. v. l.) in den Ruhestand. Foto: Sebastian von Melle


Betriebstemperatur schnell erreicht

„Hello, beautiful Ladies“: zwei Damen in der ersten Reihe, treue Fans der von Perau gegründeten Rockband „Terry Hoax“, wurden eigens geherzt, aber dann nahm er mit dem „Juliano-Rossi-Reaktionstest“ den ganzen Saal in Besitz. Auf seinen Zuruf „Volare“ ertönte ein kräftiges „Oooh“. Schon war die Betriebstemperatur erreicht.

Formidable Band

Die formidable Band mit ihrem genialen Arrangeur Lutz Krajenski am Flügel, Hervé Jeanne am Kontrabass, Christian Schönefeld am Schlagzeug und dem überragenden Stephan Abel am Saxofon zauberte mit großer Spielfreude und sicherem Gefühl für Timing und Dynamik fantastische Soli und einen satten Klang, auf dem Juliano Rossi sich stimmlich, aber auch mit akrobatischen Tanzeinlagen ausleben konnte.


Bei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater lieferte Stephan Abel Saxofon-Soli der Extraklasse. Foto: Sebastian von Melle


Swing und Psychedelic Rock

Dessen Lieblingsstar Sammy Davis Jr. war gleich mehrfach vertreten. „That old black magic“, „The Candy man“, „Shake, shake, shake“, „Mr. Bojangles“ gingen ins Ohr, ebenso wie die Frank-Sinatra-Klassiker „The moon was yellow“ und „Under my skin“. Auch Eigenkompositionen wie „I want my money back“ und „This is the best time of my life“ ließen sie swingen. Härter ging es dann schon beim Instrumental „Smile, Stacey“ zur Sache. Zehn Minuten Psychedelic Rock mit Regengeräuschen zu „Riders on the storm“: The Doors waren wieder da!

Singen macht glücklich

Rossi entpuppte sich auch als Imitator, als er Cocker, Grönemeyer, Lindenberg und Müller-Westernhagen mit Elvis Presley zusammen „Suspicious minds“ singen ließ, unter rhythmischem Klatschen, versteht sich. Ja, Singen macht glücklich, das Publikum hatte einiges zu tun, zumal Rossi oft den Kontakt suchte und mitten im Saal weitersang. Sogar Christopher Cross durfte nochmal ran. „Ride like the wind“ mit zauberhaften Back Vocals entließ ein entfesseltes Publikum, bevor Rossi die Herzen der stolzesten Frauen brach, denen er dann noch sang: „Goodbye, beautiful Ladies“.

Gute Stimmung im Foyer

Im Foyer ging die gute Stimmung weiter bei Wein und Sekt und Musik von Tobias Bako, und die einhellige Meinung dürfte gewesen sein: Juliano Rossi muss wieder nach Lingen kommen!


Bei der 27. Benefizveranstaltung des Fonds für Krebskranke im Lingener Theater (Schirmherr: Oberbürgermeister Dieter Krone, l.) sorgte Juliano Rossi (3. v. l.) mit seiner Band bei den Vorsitzenden Tina Scharrenbroich und Manfred Möheken (2. v. r.) für Begeisterung und ein gut gefülltes Sparschwein. Foto: Sebastian von Melle



Zur Sache

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