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14.02.2019, 13:03 Uhr AUSWAHL DURCH ZWEI LÖSUNGEN

Zusätzlicher Service beim Parken in Lingen kostet

Ein Kommentar von Mike Röser


Wer Servicegebühren bei App-Anbietern sparen will, muss sein Auto in Lingen demnächst in Parkhäusern abstellen - oder an den Parkautomaten der Stadt weiterhin Münzen zählen. Foto: Mike RöserWer Servicegebühren bei App-Anbietern sparen will, muss sein Auto in Lingen demnächst in Parkhäusern abstellen - oder an den Parkautomaten der Stadt weiterhin Münzen zählen. Foto: Mike Röser

Lingen. Die Münzzählerei hat bald ein Ende: Zwei Systeme für bargeldloses Parken wird es demnächst in Lingen geben. Gute Gründe kann man für beide finden, klar ist aber eins: Irgendwer muss für den zusätzlichen Service zahlen.

Denn was scheinbar so einfach einzurichten und vorzuhalten ist, offenbart einen ordentlichen Rattenschwanz: Wer programmiert und wartet Systeme? Wer repariert Schranken? Die Menschen, die das tun, müssen ebenso davon leben und Familien ernähren. 

Die Wirtschaftsbetriebe haben sich entschieden, die Servicekosten selbst zu stemmen und somit im Zweifel weniger an den Parkhäusern zu verdienen oder es anderweitig auszugleichen. Die Stadt scheut die Kosten sowie Aufwand und hat sich einen Partner fürs Handy-Parken gesucht – der eben auch daran verdienen muss. Wenn dessen Gebühren transparent dargelegt werden, und auch die von der SPD eingeforderte Verträglichkeit mit dem Datenschutz gegeben ist, spricht dagegen nichts.

Deshalb ist es vielleicht sogar gut, dass es nicht nur eine Lösung gibt: Der Autofahrer kann selbst entscheiden, ob er den Parkplatz flexibel, dafür teurer per Handy zahlt – oder günstiger ins Parkhaus fährt. Und das Zählen der Münzen bleibt auch noch.


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