Zusätzlicher vierter Raum geplant Escape-Room in Lingen: So sieht der erste Rätselraum aus

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Björn Schöne und Ina Meisner eröffnen in Lingen den ersten Escape-Room im Emsland. Foto: Julia MauschBjörn Schöne und Ina Meisner eröffnen in Lingen den ersten Escape-Room im Emsland. Foto: Julia Mausch

Lingen. Seit Ende November 2018 steht fest: In Lingen entsteht der erste Escape-Room im Emsland. Einer der Räume, in denen die Besucher Rätsel mit Bezug auf das Emsland lösen müssen, ist nun fertig.

Das gemeinschaftliche Rätselraten liegt im Trend. Entsprechend viele Anbieter gibt es in Deutschland. Zwei davon sind Björn Schöne und Ina Meisner. Im September 2017 eröffneten sie in Osnabrück unter dem Namen Room Fox zwei Escape-Räume, nun sind sie auch im Emsland aktiv. (Weiterlesen: Escape-Room eröffnet in Lingen: Wer löst das Rätsel um die Kivelinge?)

Rätsel lösen im realistischen Umfeld

In Lingen, genauer gesagt, an der Lookenstraße über dem Modegeschäft Pimkie, bauen sie derzeit vier weitere Räume. In einem realistischen Umfeld sollen die Besucher dort Rätsel lösen, um aus den Räumen zu gelangen – allesamt mit emsländischen Bezug. Die Themen: Meyer Werft, Kornbrennerei, Atomkraftwerk und Kivelinge.

An der Lookenstraße entstehr der Escape-Room der Firma Fox-Room aus Osnabrück. Foto: Julia Mausch

Die Bürgersöhne Lingens waren längst schon bei Björn Schöne und Inna Meisner zu Gast. "Sie mussten den Raum ja absegnen", sagt Meisner. Es wurde geschaut, ob alle geschichtlichen Daten übereinstimmen. Prompt entdeckten sie während des Spielbetriebes einen Fehler. „Ich gab den Spielern den Tipp, dass die Kivelinge ein Schützenverein sind, aber das sind sie ja gar nicht“, erinnert sich Ina Meisner. Es blieb der einzige Fehler. 

Requisiten aus Museum

Die Recherchearbeit der Osnabrücker hatte sich ausgezahlt. Über Monate hatten sie sich zuvor im Internet und Museen über die geschichtlichen Ereignisse informiert. Vom Emslandmuseum wurde den Osnabrückern sogar Requisiten für die Räume zur Verfügung gestellt.

Im ersten Raum drehen sich die Rätsel um die Geschichte der Lingener Kivelinge. Foto: Julia Mausch

Seit rund einer Woche hat der erste der insgesamt vier Räume geöffnet. Einst waren nur drei geplant, sagt Björn Schöne. Doch als der Bau immer weiter fort schritt, stellten sie fest, dass noch Platz übrig ist. Nun wird es neben dem Kivelinge-Raum einen weiteren Bereich geben, der sich auf das Atomkraftwerk spezialisiert. „Dort können kleine Gruppen gegeneinander antreten“, verrät Schöne. Während eine Gruppe versucht, im Spiel das AKW runterzufahren, versuchen die Gegner es wieder hochfahren zu lassen. Der Raum soll im März eröffnet werden. 

Ziel: Mit Räumen Preise gewinnen

Raum drei und vier folgen dann im Herbst und Winter. Zunächst soll das Abenteuer rund um die Schnapsbrennerei in Haselünne fertig gestellt werden, dann wird ein Forschungsschiff entstehen, in Anlehnung an die Papenburger Meyer Werft. Es ist das aufwendigste Projekt, da dieses Abenteuer auf zwei Ebenen stattfindet, auf Deck und im Kielraum. Es soll etwas Besonders, etwas Einzigartiges werden, sagt Meisner, die ebenso wie Schöne hofft, irgendwann für einen der Räume im Emsland ausgezeichnet zu werden. Im Dezember sind sie gerade erst mit einem ihrer Osnabrücker Räume unter die TopTen Escape-Rooms in Deutschland gekommen, die jedes Jahr vom Escape Room Blog "Escape-Maniac" ausgewählt werden. 


"Vom Einstieg bis zum Ende wird eine atmosphärisch stimmige Geschichte erzählt", heißt es über das Osnabrücker Abenteuer "Die verbotene Entdeckung", dass das Thema Automobil- und Karosseriebauunternehmen Karmann aufgreift. 

Der zweite Raum in Osnabrück beschäftigt sich mit der Varusschlacht, ab Mai soll es ein Abenteuer zum Thema Hexenverfolgung geben. Geplant ist auch ein Outdoor-Escape-Spiel zur Verfügung zu stellen. Im Frühjahr soll es in Osnabrück und Lingen Bollerwagen mit verschlossenen Fächern geben. "Es ist eine Mischung aus Escape und Geocashing", sagt Schöne. Die Spieler müssen eine bestimmte Route ablaufen und Rätsel lösen, um die Fächer zu öffnen. 

Technik spielt entscheidende Rolle

Auf Atmosphäre setzen Schöne und Meisner auch in Lingen. Allgemein spielt in Escape-Rooms Technik eine entscheidende Rolle, wenn beispielsweise Türen sich öffnen, sobald der richtige Knopf gefunden wurde. Zudem wird in den Escape-Rooms mit Sound- und Lichteffekten gearbeitet. 

Vom Emslandmuseum haben die Osnabrücker extra Requisiten zur Verfügung gestellt bekommen. Foto: Julia Mausch

Es gibt eine Videoüberwachung bei den rund 60-minütigen Spielen. "Damit sehen wir, ob die Teilnehmer bei einer Aufgabe nicht weiterkommen, notfalls einen Schubser in die richtige Richtung brauchen", sagt Schöne. Das übernehmen die Mitarbeiter. 15 Mitarbeiter sind aktuell in Osnabrück beschäftigt, vier weitere sind derzeit am Standort Lingen, zudem ist ein Mitarbeiter an beiden Standorten im Einsatz. Anders als bei anderen Anbietern werden die Ausgangstüren nicht verschlossen. Teilnehmer können jederzeit den Raum verlassen, das Spiel abbrechen, sagt Meisner. (Weiterlesen: Brand-Tragödie in „Escape-Room“: Firmenbesitzer im Visier)


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