Gleichstellungsplan Thema im Rat Keine Fachdienstleiterin im Lingener Rathaus

Bei den Vollzeitstellen im Lingener Rathaus ist der Anteil der Männer und Frauen fast gleich. Foto: Wilfried RoggendorfBei den Vollzeitstellen im Lingener Rathaus ist der Anteil der Männer und Frauen fast gleich. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Was die Gleichstellung von Männern und Frauen in verschiedenen Arbeitsbereichen der Lingener Verwaltung anbelangt, ist die Stadt nach Auffassung von Fachbereichsleiter Guido Franke gut aufgestellt. Franke verhehlte bei der Vorstellung des Gleichstellungsplanes für 2019 bis 2021 im Stadtrat allerdings nicht, dass es allerdings auch Ausnahmen gibt.

Franke verwies darauf, dass bei der reinen „pro Kopf“-Betrachtung  der Anteil der weiblichen Beschäftigten (360 /57 Prozent) gegenüber den Männern (269 / 43 ) dominiere. Beim Blick auf die Vollzeitstellen sei das Verhältnis mit 49 Prozent (Frauen) und 51 Prozent (Männer) fast gleich. In den einzelnen Gehaltsgruppen schlage das Pendel mal etwas mehr für die eine Seite und dann für die andere Seite aus.

Bei den Fachdienstleiterstellen allerdings ist, wie ein Blick auf die Zahlenverteilung zeigt, ein deutliches Ungleichgewicht zu Ungunsten der Frauen festzustellen. Unter den zwölf Fachdienstleitungen im Rathaus gibt es keine einzige weibliche Führungskraft. "Damit können wir keine Werbung machen, da müssen wir uns verbessern", betonte Franke.  

Der Fachbereichsleiter Personal und Innere Dienste erklärte, dass im Rahmen des Personalentwicklungskonzeptes an verschiedenen Maßnahmen gearbeitet bzw. Konzepte erarbeitet würden, um hier zu Veränderungen zu kommen. Darunter falle zum Beispiel das Thema Führung in Teilzeit. Dies sei auch eines der Projekte, das die Verwaltung bei der Verleihung des Gütesiegels als familienfreundlicher Arbeitgeber benannt habe. Franke dankte der Gleichstellungsbeauftragten Angelika Roelofs für die gute Zusammenarbeit. Er äußerte sich davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren gelingen werde, die Möglichkeiten für Frauen zu verbessern, Führungspositionen bei der Stadtverwaltung zu bekleiden – auch in Teilzeit.

Ein Beschluss über den Bericht ist im Rat nicht erfolgt, da die SPD-Fraktion eine Beratung im Finanzausschuss beantragt hatte. 



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