Ein Bild von Thomas Pertz
31.01.2019, 12:18 Uhr GEWERBEGEBIET IN CLUSORTH-BRAMHAR

Lingener BN sollten ihre Position hinterfragen

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Das Gewerbegebiet an der B 213 im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar soll um 2,24 Hektar erweitert werden. Bojer Fenster (im Hintergrund) möchte dort seinen Betrieb deutlich vergrößern und auch die bislang in Lingen-Laxten ansässige Kunststoffproduktion dort ansiedeln.Das Gewerbegebiet an der B 213 im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar soll um 2,24 Hektar erweitert werden. Bojer Fenster (im Hintergrund) möchte dort seinen Betrieb deutlich vergrößern und auch die bislang in Lingen-Laxten ansässige Kunststoffproduktion dort ansiedeln.

Lingen. Die Bürgernahen im Lingener Stadtrat sind für die Erweiterung des dort ansässigen Betriebs Bojer an der B 213 in Clusorth-Bramhar. Aber sie sind gegen die nun beschlossene Vergrößerung des Gewerbegebietes. Diesen Spagat ging keiner im Rat mit – verständlich.

Die Erweiterung wird nicht nur dem Fensterbaubetrieb selbst zugutekommen, sondern in Zukunft vielleicht auch drei, vier anderen Firmen, die Interesse haben, sich dort anzusiedeln. Was ist daran auszusetzen? Nichts. 

Natürlich gibt es an vielen anderen Stellen der Stadt noch eine Reihe von Gewerbeflächen, wie ein Blick auf die städtische Homepage zeigt. Die gilt es, im Blick zu behalten, um unnötigen Flächenverbrauch zu vermeiden.

Das darf eine Kommune aber nicht daran hindern, auch auf die örtlichen Gegebenheiten zu schauen und nach weiteren Entwicklungsperspektiven zu suchen. Die kleine Fläche an der Bundesstraße nahe Bawinkel ist ideal dazu.

Dass auch die Grünen, deren Einsatz für sparsamen Flächenverbrauch quasi zu ihrer DNA gehört, die Erweiterung in Clusorth-Bramhar abgesegnet haben, sollte für die BN erst recht Anlass sein, ihre Position zu hinterfragen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN