Vorstellung im Bauausschuss Wohngebäude "In den Hornen" in Lingen soll kleiner werden

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Die Straße "In den Hornen" in Lingen ist bislang von Einfamilienhäusern geprägt. Foto: Wilfried RoggendorfDie Straße "In den Hornen" in Lingen ist bislang von Einfamilienhäusern geprägt. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Im Oktober 2018 hat der Planungs- und Bauausschuss des Lingener Stadtrates die Pläne zum Bau eines Zehnparteienhauses in der Straße "In den Hornen" noch mit dem Erlass einer Veränderungssperre verhindert. Jetzt plant der Investor dort den Bau eines Sechsparteienhauses mit reduziertem Bauvolumen.

"Das dort geplante Bauvolumen ist nach dem nun vorliegenden Entwurf deutlich reduziert", erklärte der Lingener Stadtbaurat Lothar Schreinemacher auf der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA). Laut seiner Aussage liegen damit die Voraussetzungen für eine Ausnahme von der sogenannten Veränderungssperre vor. "Diese Ausnahmegenehmigung wollen wir entsprechend erteilen", erklärte der Stadtbaurat. So werde das Gebäude nun laut Schreinemacher zur Straße hin "praktisch zweigeteilt. Nur im hinteren Bereich werden die beiden Gebäudeteile durch ein querliegendes Treppenhaus erschlossen." 

Mehr als 20 Meter breites Gebäude geplant

Im Oktober 2018 sah der Bauantrag auf bislang zwei Grundstücken in der von Einfamilienhäusern geprägten Straße noch ein Zehn-Parteien-Gebäude mit zwei Stockwerken, einem Staffelgeschoss samt Walmdach vor. Das neue Gebäude sollte rund elf Meter hoch und an der Straße mehr als 20 Meter breit sein. Der dort gültige 35 Jahre alte Bebauungsplan sieht laut Schreinemacher auch eine zweigeschossige Bauweise vor, "um den Ausbau von Einfamilienhäusern zu ermöglichen". Die Dimension des geplanten Baus gehe darüber aber hinaus, hatte der Stadtbaurat in der Oktobersitzung erklärt.

In den Hornen 4: Nachdem der Baukörper des geplanten Gebäudes im städtischen Planungs- und Bauausschuss im OKtober 2018 für zu massiv empfunden wurde (obere Grafik), hat der Investor nun neue Pläne vorgelegt. Grafik: Kruse-Planungsbüro



Die Mehrheit der Ausschussmitglieder setzten sich in dieser Diskussion auch dafür ein "die optische Zweigeschossigkeit" dort zu erhalten und stimmten bei einer Gegenstimme des FDP-Ratsmitglieds Dirk Meyer mehrheitlich für eine Veränderungssperre, durch die der geplante Bau dort verhindert wurde.

Nachverdichtung schon länger umstritten

Die Nachverdichtung im Baugebiet "Am Windmühlenberg" ist dabei schon länger umstritten. So hatten sich 2015 ebenfalls in der Straße "In den Hornen" Nachbarn erfolgreich gegen die Pläne eines Investors gewehrt, die dort den Bau eines zweigeschossigen Gebäudes plus Staffelgeschoss mit sechs Wohnungen vorsahen. "In intensiven Gesprächen ist das Dachgeschoss runtergekommen", hatte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher seinerzeit erklärt.


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