Spracherwerb und Orientierung Bei der VHS in Lingen startet der 100. Integrationskurs

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Die Teilnehmer des 100. Integrationskurses, außerdem die Dozenten Mariusz Wstawski und Rosa-Maria Tebroke (6. und 7. von links) sowie Hanna Krüssel von der VHS (9. von links) und Erster Stadtrat Stefan Altmeppen (10. von links). Foto: Thomas PertzDie Teilnehmer des 100. Integrationskurses, außerdem die Dozenten Mariusz Wstawski und Rosa-Maria Tebroke (6. und 7. von links) sowie Hanna Krüssel von der VHS (9. von links) und Erster Stadtrat Stefan Altmeppen (10. von links). Foto: Thomas Pertz

Lingen. Sie wohnen in Lingen, Spelle oder Emsbüren und kommen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan: Anfang dieser Woche hat der 100. Integrationskurs der Volkshochschule Lingen im VHS-Forum angefangen.

Am ersten Unterrichtstag des auf neuen Monate angelegten Kurses heißt auch Erster Stadtrat Stefan Altmeppen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Unterrichtsraum unter dem Dach des Forums willkommen. Auf der elektronischen Tafel stehen Buchstaben,  "Oo", "Oma", "Opa". Mariusz Wstawski, Dozent an der Volkshochschule, zeigt dem Ersten Stadtrat kurz die Handhabung der "elektronischen Kreide". Schwungvoll schreibt Altmeppen "100. Kurs" an die Tafel.

„Ich begrüße Sie ganz herzlich im Namen des Stadtrates und der Verwaltung“, sagt Altmeppen in Richtung der Teilnehmer. In deren Gesichtern spiegelt sich eine Mischung aus Erwartungsfreude und abwartender Zurückhaltung wider. Das hängt wohl auch mit der unterschiedlichen Dauer ihres Aufenthaltes in Deutschland zusammen. Der Reihe nach stellen sich die Männer und Frauen kurz mit ihrem Namen und dem Herkunftsland vor. Bei dem einen kommt alles schon recht flüssig über die Lippen, bei dem anderen noch stockend.

So ist zum Beispiel ein Mann aus Syrien bereits seit über zwei Jahren hier und hat schon, wie er berichtet, einen Schweißerlehrgang sowie erste Erfahrungen im Arbeitsleben gemacht. „Etwas langsamer sprechen“, bittet er Altmeppen, der ihm den Wunsch natürlich erfüllt. Und mit Nachdruck auf die Bedeutung der deutschen Sprachkenntnisse hinweist. Sie seien der Schlüssel, um eine Arbeit zu finden und Kontakte zu den Bürgern in der Umgebung. Altmeppen dankt Hanna Krüssel, die bei der VHS für die Integrationskurse zuständig ist, für ihr Engagement. In den Dank bezieht er auch die Dozenten wie Mariusz Wstawski und Rosa-Maria Tebroke mit ein, die ebenfalls dabei ist. 

 An Integrationskursen kann jeder teilnehmen, der Deutsch neu lernen oder seine Deutschkenntnisse bis zu einem Niveau B1 verbessern möchte. Wie Hanna Krüssel erläutert, geht es in dem Kurs, der fünfmal in der Woche an den Vormittagen stattfindet, nicht nur um den Spracherwerb. Im Orientierungskurs wird Wissen über die Kultur, Geschichte und Rechtsordnung in Deutschland vermittelt. Aber auch lebenspraktische Dinge. „Es geht auch darum, wie man zum Beispiel einen Busfahrplan liest und wann der nächste Bus kommt“, erklärt die VHS-Mitarbeiterin.


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