14 Tafel erinnern an das jüdische Leben Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus Freren eröffnet

Die Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus in Freren wurde am Sonntag eröffnet. Darüber freuen sich Klaus Prekel, Frerens Bürgermeister und stellvertretender Landrat, Patrick Köster, Medien Atelier Emsland, Heiner Schüpp, Kreisarchivar, Dr. Michael Brodhäcker, Historiker, Libet Cusco, Künstlerin und Dr. Heribert Lange, Vorsitzender Forum Juden-Christen, Altkreis Lingen. Foto: Johannes FrankeDie Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus in Freren wurde am Sonntag eröffnet. Darüber freuen sich Klaus Prekel, Frerens Bürgermeister und stellvertretender Landrat, Patrick Köster, Medien Atelier Emsland, Heiner Schüpp, Kreisarchivar, Dr. Michael Brodhäcker, Historiker, Libet Cusco, Künstlerin und Dr. Heribert Lange, Vorsitzender Forum Juden-Christen, Altkreis Lingen. Foto: Johannes Franke

Freren. Die Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Freren" ist am Sonntag im Jüdischen Bethaus offiziell eröffnet worden. Auf 14 Tafeln wird vor allem die jüdische Geschichte in Freren, Lengerich und Fürstenau dargestellt.

"Durch diese Ausstellung wird das Bethaus künftig sicher auch wieder mit mehr Leben gefüllt", betonte Heiner Schüpp vom Forum Juden-Christen im Altkreis Lingen. Der 27. Januar, der Holocaustgedenktag, sei als Eröffnungsdatum bewusst gewählt worden, „um die Erinnerungen an das Grauen von Auschwitz und die Erinnerungen an das Leben der Juden hier bei uns wachzuhalten“, betonte der Vorsitzende Heribert Lange. Nach langer Wartezeit könne man nun an das Leben der jüdischen Familien erinnern und „das Haus mit lebendiger Erinnerungsarbeit erfüllen“, erklärte Lange.

Geschichten von Familien

Freren bildete mit Lengerich, Thuine, Lingen und Fürstenau einen Verband, dem 45 Personen jüdischen Glaubens angehörten. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Geschichten der Familien Schwarz/Manne, Fromm und Meyberg aus Freren, der Heilbronns aus Lengerich sowie Süskind/Stoppelmann aus Fürstenau. Heribert Lange dankte Patrick Köster für die gestalteten Tafeln. Versehen sind sie mit Überschriften wie „Die Synagogengemeinde Freren – Fürstenau“, „Familie Süskind/Stoppelmann“, „Die Familie Heilbronn in Lengerich“, „Familie Meyberg“, „Die Beträume in Freren“, „Der jüdische Friedhof in Freren“, „Die Restaurierung“ oder „Bündel des Lebens – Kunst im Bethaus“. Letztere Tafel entwarf die Frerener Künstlerin Libet Cusco. 

Dank an Unterstützer

Heribert Lange dankte Michael Brodhäcker sowie dem Historiker und Kreisarchivar Heiner Schüpp. Zudem dankte er Ludwig Remling, Lothar Kuhrts und Gerhard Sels für die wesentlichen und umfangreichen Forschungsarbeiten sowie der Emsländischen Landschaft für die „großherzige und großzügige finanzielle Unterstützung.“ Auch dem Landkreis und der Stadt Freren dankte er für die Förderungen. „Das Schöpfer-Tandem“ Heiner Schüpp und Michael Brodhäcker bedankte sich für die jüdischen Kultgegenstände, die das Emslandmuseum ausgeliehen hat. Auf den Tafeln seien die Schicksale der jüdischen Gemeinden im normalen Zusammenleben bis 1933 dargestellt, die in der „Geschichte des Bösen“ enden. In Deutschland sei eine Revitalisierung jüdischen Lebens zu verzeichnen. „Ich hoffe, dieses wunderbare Zeichen erleben wir auch wieder im Emsland“, schloss Michael Brodhäcker.


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