Dichtes Gedränge Sido rappt eine halbe Stunde in Lingener Diskothek

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Sido stand in der Nacht zu Samstag auf der Bühne des Lingener Clubs Joker. Etwa eine halbe Stunde gab es von ihm alte und aktuelle Songs zu hören. Foto: Jessica LehbrinkSido stand in der Nacht zu Samstag auf der Bühne des Lingener Clubs Joker. Etwa eine halbe Stunde gab es von ihm alte und aktuelle Songs zu hören. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Mit ihm hat sich die Lingener Diskothek Joker einen dicken Fisch der deutschen Musikszene an Land gezogen: In der Nacht zum Samstag hat Deutsch-Rapper Sido rund eine halbe Stunde seine aktuellen sowie Lieder aus der Anfangszeit seiner Karriere zum Besten gegeben.

Zu 0.30 Uhr war der Auftritt des Deutsch-Rappers angekündigt. Wer passend dazu mit dem eigenen Auto zum Lingener Nachtclub fuhr, der fand vor allem eines vor: einen vollen Parkplatz und dicht beparkten Straßenrand. Diesen Abend wollten sich viele Lingener nicht entgehen lassen. Nicht verwunderlich, könnte Sido mit seinem Promistatus und auch mit dem großen Repertoire seiner Songs schon eher die Emslandarena füllen.

"Prost Sido"

Entsprechend dicht gedrängt standen die Fans und Discobesucher in der sogenannten „Main Music Hall“, alle nach der besten Aussicht auf die Bühne suchend, welche sich direkt an einer der Bars befand. Auf diese griff der Stargast auch immer wieder gerne zurück, bestellte nicht nur für sich das ein oder andere Getränk, sondern auch für einige Besucher in der ersten Reihe. „Wer schon mal bei einem Sido-Konzert war, der weiß, wenn ich sage ‚Prost Leute‘ dann sagt ihr ‚Prost Sido‘.“ Das ließ sich die Feiermeute nicht zwei Mal sagen.

Enttäuschter Abgang von der Bühne

Bei Songs wie „Fuffies im Club“ und „Liebe“ wippten die Arme der Nachtclubgäste ordentlich mit. Und auch Lieder wie „Astronaut“ – im Original zusammen mit Sänger Andreas Bourani – oder „Der Himmel soll warten“ mit Adel Tawil kamen besonders beim jüngeren Publikum gut an. Doch ganz zufrieden schien der Mann des Abends nicht zu sein, denn trotz großen Andrangs reichte ihm die Stimmung nicht aus. Bei seinen Konzerten und Shows sei er sonst anderes gewohnt, meinte der 38-Jährige. An solchen Abenden wie heute, glaube er, gehe seine Karriere vorbei, sagte er ein wenig schmunzelnd. Dennoch: Für die Lingener Diskothek Joker war dieser Auftritt und allein die Zusage des Künstlers als großer Erfolg zu verbuchen.

Vom Gangster-Rapper zum Ehemann und Vater

2004 erregte der Berliner erstmals mit seiner Single „Mein Block“ Aufmerksamkeit und prägte seitdem die deutsche Rap-Szene entscheidend mit. Dieser Song durfte bei seiner Show natürlich nicht fehlen. Viele mögen sich noch erinnern an den „Gangster-Rapper“ aus dem Ghetto, der für seine Musik eine derbe, vulgäre und rotzige Sprache verwendet hat. Doch von diesem Sido ist mittlerweile nicht mehr viel zu sehen und zu hören, dass sagte er selbst bei seinem Auftritt in Lingen: „Ich bin nicht mehr der Sido von früher. Heute bin ich verheiratet und habe Kinder.“ Seit 2012 ist er mit der Moderatorin Charlotte Würdig – damals noch Engelhardt – verheiratet und hat mir ihr zwei gemeinsame Söhne.

Nicht nur seine Familie ist mit einigen Tattoos auf der Haut der Rappers verewigt. Darum geht es in seinem neuesten Stück "Tausend Tattoos". „Ich mache das nicht nur für meine Familie, sondern auch für meine Fans, für euch“, sagte der Musiker, dessen bürgerlicher Name Paul Hartmut Würdig lautet. Er deutete dabei auf einige Tätowierungen an seinem Knöchel.


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