Am 16. und 17. Januar Blutspende in Lingen erstmals in neuem Domizil des DRK-Ortsvereins

Das DRK bietet am 16. und 17. Januar Blutspendetermine in Lingen an. Foto: Jan Woitas/dpaDas DRK bietet am 16. und 17. Januar Blutspendetermine in Lingen an. Foto: Jan Woitas/dpa

Lingen. „Schenke Leben, spende Blut!“ – so heißt es am Mittwoch, 16., und Donnerstag, 17. Januar, erstmals in den neuen Räumlichkeiten des DRK-Ortsvereins Lingen. Jeweils von 15 bis 20 Uhr haben alle Bürger zwischen 18 und 72 Jahren die Möglichkeit, in der Klara-Eylert-Straße 6 in Lingen Blut zu spenden.

Neben der Blutspende findet laut einer Mitteilung des DRK eine große Tombola für alle Blutspender statt, bei es viele Preise zu gewinnen gibt. Während die Blutspende für den einen nur rund 45 Minuten in Anspruch nimmt, bedeutet sie für den anderen vielleicht ein ganzes Leben. Viele Patienten, vor allem Krebspatienten, sind auf die freiwillige Blutspende ihrer gesunden Mitmenschen angewiesen, denn das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Kein Ersatzstoff kann es ersetzen. 

Proben werden untersucht

„Viele Menschen fragen mich, was mit ihrem Blut nach der Spende passiert“ ssagt Karin Maschmeier, Gebietsreferentin des DRK-Blutspendedienstes für das Emsland. „Nach der Spende werden die Konserven und die Blutröhrchen in unser Institut nach Springen bei Hannover gebracht. Dort beginnen bereits am nächsten Morgen ab 4 Uhr die Untersuchungen der Blutproben auf Krankheitserreger und sonstige Auffälligkeiten. 

Drei Komponenten

Die Konserve selbst wird zeitgleich in drei Komponenten gesplittet: Der Hauptbestandteil ist bei den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu finden. Die Thrombozyten, die für die Blutgerinnung zuständig sind, machen einen sehr geringen, aber sehr wichtigen Anteil aus. Diese beiden Bestandteile stehen bereits am Folgetag der Spende ab Mittag zur Auslieferung und Verwendung für Patienten zur Verfügung.“ Das Plasma dagegen wird tief gefroren und erst, wenn der Spender binnen einen Jahres wieder zur Blutspende kommt und kein Befund vorliegt, freigegeben.

Täglich 2700 Konserven benötigt

Der größte Teil der Blutkonserven wird für die Krebstherapie benötigt. Die meisten Krebspatienten benötigen neben Ihrer Therapie auch Spenderblut, um die Vitalfunktionen aufrecht erhalten zu können. Ein großer Teil fällt auch für Unfallopfer und Operationen an. Grundsätzlich werden in Niedersachsen und Bremen täglich etwa 2700 Blutkonserven benötigt.

Auch Spender profitiert

„Aber die Blutspende hilft nicht nur den erkrankten oder verunfallten Patienten“, erklärt Maschmeier. „Auch der Spender selbst profitiert von jeder Spende. Neben einem regelmäßigen Gesundheitscheck vor und nach der Spende, profitiert auch die eigene Gesundheit von jeder Blutspende. Der Körper wird angeregt, frisches Blut zu produzieren, was einer „Verjüngungskur“ im Blut gleich kommt. Viele Patienten, die an Bluthochdruck leiden, können zudem bei regelmäßigen Blutspenden die Medikamente absetzen, da sich dadurch auf Dauer der Blutdruck reguliert.“ 

Ausweis mitbringen

Um sich vor oder nach der Spende zu stärken, organisieren die aktiven Mitglieder des DRK-Ortsvereins Lingen einen Imbiss. Alle Spender werden gebeten, einen amtlichen Lichtbildausweis oder Führerschein und Mehrfachspender ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass mitzubringen. Weitere Termine in der Region sind auf https://www.drk-blutspende.de/blutspendetermine/ zu finden. 


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