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10.01.2019, 17:07 Uhr KOMMENTAR

Sanktionen gegen Remondis müssen möglich sein

Von Wilfried Roggendorf


Aufgeplatzte gelbe Säcke verärgern im Moment viele Bürger im südlichen Emsland. Foto: Wilfried RoggendorfAufgeplatzte gelbe Säcke verärgern im Moment viele Bürger im südlichen Emsland. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Das als großflächig zu bezeichnende Versagen von Remondis bei der Abholung der gelben Säcke im Emsland macht deutlich: In der privatwirtschaftlich organisierten Sammlung von wiederverwertbaren Stoffen wie Verpackungen fehlt es an einer wirkungsvollen Kontrollinstanz.

So kann es sich das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von sechs Milliarden Euro locker leisten, seinen Auftrag nicht oder nur schlampig zu erfüllen. Die Rechnungen der Kommunen, die jetzt ihre Bauhöfe einsetzen müssen, damit die herumfliegenden gelben Säcke nicht zu einer Gefahr für Verkehr und Umwelt werden, wird Remondis, wenn überhaupt, aus der Portokasse bezahlen.

Leidtragender dieses Systems ist der Bürger, der mit dem Kauf von verpackten Waren zugleich auch für die Abholung der Verpackungen bereits bezahlt hat, jetzt aber für sein Geld die Leistung schlichtweg nicht erhält. Hier müsste der Gesetzgeber eine Möglichkeit schaffen, Firmen wie Remondis sofort und wirkungsvoll mit Sanktionen zu belegen.

Schließlich ist das Einsammeln von wiederverwertbaren Reststoffen nicht nur ein riesiges privatwirtschaftliches Geschäft, sondern auch eine Angelegenheit von öffentlichem Belang.


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