Schüler zeigen sich interessiert De Ridder zu Besuch bei der Friedensschule in Lingen

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Daniela De Ridder zu Besuch in der Friedensschule Lingen. Foto: Büro De RidderDaniela De Ridder zu Besuch in der Friedensschule Lingen. Foto: Büro De Ridder

Lingen. Schüler des Jahrgangs zehn der Friedensschule Lingen haben der SPD-Bundestagsabgeordneten Daniela De Ridder bei ihrem Besuch engagierte Fragen zum Berufsalltag einer Bundespolitikerin, dem politischen Tagesgeschehen in der Hauptstadt, aber auch zu konkreten Themen vor Ort gestellt.

Es ging um  Kernenergie,  das lokale Kernkraftwerk, aber auch  um Landwirtschafts- und Bildungspolitik. Bereits vor einigen Monaten hatten die Klassen den Bundestag in Berlin besucht. Nun folgte ein persönliches Gespräch mit De Ridder in der Schule, bei dem sich die Schüler sehr engagiert und politikbegeistert zeigten.

Schüler liefern Anregungen

„Aus meinem Dialog mit den Schülern nehme ich viele Anregungen, aber auch sehr gute Eindrücke mit nach Berlin", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems. "Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft, da diese junge Generation mit ihren engagierten Fragen gezeigt hat, dass sie sich intensiv mit der Politik befasst, die uns alle im Alltag ganz unmittelbar betrifft. Aber auch zur internationalen Politik zeigten sich die  Schüler sehr gut informiert, was mich als Außenpolitikerin ganz besonders freut – nur wer über den Tellerrand hinausschaut, ist für die Zukunft gewappnet", zeigte sie sich optimistisch.

De Ridder erzählte den aufmerksamen Zuhörern von ihren politischen Reisen als stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses: Erst jüngst war sie gemeinsam mit Außenminister Heiko Maas in Peking, nachdem sie zuvor mutig die Menschenrechtslage der Uiguren in China bei einer Parlamentsdebatte angesprochen hatte. 

Kooperationsverbot

Die Schüler stellten bei dem Austausch mit der Bundespolitikerin auch Fragen zum aktuellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sowie die Rolle Deutschlands innerhalb der europäischen Union. Auch wurde gefragt, mit welchen politischen Maßnahmen der Schulalltag verbessert werden soll und was sich De Ridder für die Entwicklung vor Ort wünschen würde.  Die SPD-Bundestagsabgeordnete hatte in ihrer Rolle im Bildungsausschuss in der letzten Legislaturperiode vehement für die Abschaffung des Kooperationsverbotes und die Umsetzung des Digitalpaktes für Schulen geworben, was nun von der aktuellen Regierungskoalition umgesetzt werden müsse. De Ridder erläuterte, dass sich die Bundestagsabgeordneten über alle Fraktionen hinweg – außer der AfD – darüber verständigten, dass das Kooperationsverbot abgeschafft werden sollte und  auch beschlossen wurde, dazu das Grundgesetz zu ändern. Sie erläuterte, dass das Kooperationsverbot, einst von den überwiegend konservativen Bundesländern im Bundesrat durchgesetzt worden war und bisher verhindert, Direktinvestitionen des Bundes in die Bildungsinfrastruktur zu leisten.

Vorstellungen von der Zukunft

„Dass das Kooperationsverbot fallen wird, ist auch angesichts der jetzigen Verzögerung und Anrufung des Vermittlungsausschusses im Bund ziemlich sicher und auch notwendig. Ich bin überzeugt, dass nach entsprechenden Änderungen auch der Bundesrat zustimmen wird. Die engagierten  Schüler in der Grafschaft Bentheim, dem Emsland und ganz besonders hier in der Friedensschule Lingen haben eine konkrete Vorstellung, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen die Mittel dafür an die Hand zu geben“, bekräftigt De Ridder.


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