Musical zum Mitmachen "Conni" spielt viermal Lehrerin im ausverkauften Lingener Theater

Von Meike Blunk

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Quietschebunt und voller Freude soll die Schule sein, meint Conni mit ihrer roten Schleife im Haar. Foto: Meike BlunkQuietschebunt und voller Freude soll die Schule sein, meint Conni mit ihrer roten Schleife im Haar. Foto: Meike Blunk

Lingen. Die jährlich in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester stattfindenden Theater- oder Musicalveranstaltungen für die Familie haben in Lingen werden stets gern besucht. Doch auf das Familienmusical „Conni – das Schulmusical“ hatte es im Vorfeld einen wahren Ansturm gegeben: Dieser war so groß, dass das Cocomico Theater aus Köln seine Inszenierung gleich vier Mal im ausverkauften Theater an der Wilhelmshöhe darbieten konnte.

Fünf Ensemblemitglieder des Tourneetheaters unter der Leitung von Marcel Gödde agierten in teilweise doppelter Rollenbesetzung, um von dem Mädchen Conni Klawitter und ihren kleinen Alltagsabenteuern zu erzählen. Seit 1992 sind die von Liane Schneider geschriebenen Geschichten um das Mädchen mit der roten Schleife im Haar sehr beliebt.


Im Kinderzimmer übt Conni mit ihren "Schülern" Zahlen und Buchstaben. Foto: Meike Blunk


Die Eltern von Conni und ihrem jüngeren Bruder Jakob leben nach traditionellen Rollenbildern. Im farbenfroh gestalteten Kinderzimmer, in dem sich auch der Kater Mau (eine Handpuppe) sehr gerne aufhält, spielen Conni und Jakob Schule. Conni übernimmt die Rolle der Lehrerin, denn sie wisse, wie Lehrer seien, denn schließlich gehe sie, im Vergleich zu Jakob, schon in die Schule. Jakob, Mau und Teddy sind die Schüler.

Mitmachen erwünscht

Da Conni der Meinung ist, dass es in einer Klasse mehr Schüler geben solle, fragt sie kurzerhand die Kinder im Publikum, ob sie mitspielen wollen und erntet daraufhin ein mehrheitliches „Ja“. „Jetzt beginnt mein Spiel- und Spaßunterricht“, erklärt Conni. Mit Jakobs Hilfe werden die großen Buchstabenwürfel, die im Zimmer herum liegen, benutzt, um damit die Namen sichtbar werden zu lassen.

Interaktiv geht es weiter

Anschließend geht Conni singend das Alphabet durch. Währenddessen fordert sie das Publikum auf, die Buchstaben mitzusprechen. Vater und Mutter kommen hinzu, um Conni daran zu erinnern, dass sie ihren Ranzen packen muss. Nach dem Frage-Antwort-Prinzip geht es interaktiv weiter. Conni zählt Gegenstände auf, die im Kinderzimmer herum liegen, und fragt das Publikum, ob diese in den Ranzen gehören.

Disziplin und Ordnung will Hausmeister Müller den neuen Erstklässlern eintrichtern. Conni und ihre Freunde haben andere Pläne. Foto: Meike Blunk


Wenig später ist Conni dann in der Schule. Die Lehrerin Frau Sommer möchte mit den Kindern die Einschulung für die Erstklässler vorbereiten. Die Feier soll bunt und lebendig werden. Der Hausmeister Herr Müller ist da allerdings anderer Meinung. Er möchte, dass den Erstklässlern gleich mitgeteilt wird, dass es nun um Ordnung und Disziplin gehen solle. Conni, ihre Freunde und Frau Sommer setzen sich, zur Freude der dann Eingeschulten, durch.

Einfache Handlung aufgelockert

Mit Gesang und schwungvollen Choreografien wurde die sehr einfache Handlung aufgelockert. Die Darsteller hatten Freude an der teilweise überzeichneten und klischeehaften Rollengestaltung wie auch ihrem kommentierenden Spiel und bedienten durchgängig das Stilmittel der animierenden Interaktion und holten damit gen Ende einige junge Zuschauer an den Bühnenrand, wo sie klatschend mithüpften oder mitsangen.


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