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31.12.2018, 07:30 Uhr KOMMENTAR

Was die Stärke der Stadt Lingen ausmacht

Von Thomas Pertz


Lingen von oben betrachtet, mit dem Alten Hafen vorne links. Foto: Richard HeskampLingen von oben betrachtet, mit dem Alten Hafen vorne links. Foto: Richard Heskamp

Lingen. Zwei Momentaufnahmen sind es am Jahresende 2018, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, gleichwohl aber gemeinsam viel über das aktuelle Erscheinungsbild der Stadt Lingen aussagen: Die Verabschiedung von Ulrich Boss und der Einsatz des SKF im Frauen- und Kinderschutzhaus.

Der Geschäftsführer der Lingener Stadtwerke, der in den Ruhestand geht, steht auch aufgrund seiner vorangegangenen Führungsaufgaben in der Stadt Lingen für die erfolgreiche Entwicklung der Kommune. An der hat er seinen Anteil. Die Stadt steht an der Jahreswende 2018/19 blendend da, die Arbeitslosenquote ist auf einem vor Jahren noch kaum für möglich gehalten Niedrigstand gesunken. Das Wort "Vollbeschäftigung" macht die Runde, die Wirtschaft brummt.

Aber das ist nur die eine Seite der "Lingener Medaille". Deshalb macht auch erst die zweite Momentaufnahme das Bild der Stadt vollständig. Es sind die sozialen Verbände und Vereine wie SKF und SKM, Diakonie, Caritas und Tafel Lingen, die für die anderen bereitstehen: Familien, die zu zerbrechen drohen, die sich in Notlagen befinden, Arbeitnehmer, die gerne Arbeit hätten oder eine Beschäftigung, von der sie auch leben können. Ihnen bieten diese Organisationen vielleicht nicht direkt Lösungen an, aber Hilfe, Beratung und Unterstützung.

Der Wirtschafts- und der Sozialstandort Lingen machen deshalb gemeinsam die Stärke der Stadt aus. Das mag je nach persönlicher Situation nicht für jeden reichen, optimistisch ins neue Jahr zu schauen. Aber vielleicht etwas weniger pessimistisch.


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