Zweimal ausverkauft Ohnsorg-Theater zündet in Lingen Feuerwerke der Situationskomik

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Ende gut, alles gut: Darüber freuen sich auch (von links) Schorsch (Stefan Leonrad), Edda (Marina Zimmermann), Mona (Sandra Keck) und Hubert (Till Huster). Foto: Johannes FrankeEnde gut, alles gut: Darüber freuen sich auch (von links) Schorsch (Stefan Leonrad), Edda (Marina Zimmermann), Mona (Sandra Keck) und Hubert (Till Huster). Foto: Johannes Franke

Lingen. Für zwei heitere Stunden hat das sechsköpfige Ensemble des Hamburger Ohnsorg-Theaters jeweils in den beiden ausverkauften Aufführungen des Lustspiels „Die Katze lässt das Mausen nicht“ im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen gesorgt.

Wenn traditionell zum Jahresende die hanseatischen Komödianten mit phantasievollem Wortwitz und Situationskomik auftreten, sind Lachsalven und ein Abend ohne Sorgen garantiert. "Very British" haben Mona und Schorsch ihr Haus eingerichtet. In Hamburg-Bramfeld zelebrieren sie ihren "Lifestyle", und in "Merry Old England" will Mona mit ihrem Gatten nach 25 Ehejahren die zweiten Flitterwochen verbringen. „Ich fahre nicht mit“, wehrt sich standhaft der liebenswürdige Pantoffelheld, und vermisst jetzt schon seine Zwiebeln und Butterplätzchen.

Der kleine König von Quickborn

Nach und nach gewinnen die Dialoge des Ehepaares an Fahrt. Die Handlung benötigt jedoch zusätzlicher Impulse, damit sich das Geschehen temporeicher und pointierter entwickelt. Da platzt Monas überkandidelte Schwester Edda ins traute Heim, die ihren untreuen Hubert, „den kleinen König von Quickborn“, verlassen will. Trotz der Ehekrise folgt ihr „Hubsiduppsi“, die Turbulenzen nehmen ihren Lauf, Mona und Edda ihre Koffer, sodass Schorsch und sein Schwager sturmfreie Bude haben.

Die Puppen tanzen bis zum Flugstreik

Ungleicher können die Männer nicht sein. Sexmuffel der eine, Lebemann der andere. Die Gunst der Stunde will Hubert nutzen und für das Duo ein erotisches Abenteuer arrangieren. Mit „Hello Whisky“ läuft es wie geschmiert, „Loverboy“ Hubert umgarnt seine Sekretärin und deren Freundin. Das nächtliche Vergnügen und die amourösen Absichten enden in Schorsch Wohnung, wo jedoch der frühe Morgen anders als geplant verläuft. Noch lässt Hubert die beiden Puppen Shirley und Chantale tanzen, hält sich an den Damen und Schorsch an Gürkchen und Zwiebelringen fest. Sie können ja nicht ahnen, dass die gehörnten Ehefrauen aufgrund eines Flugstreiks bald wieder in der Tür stehen, und ihre Männer im Pyjama verdutzt aus der Wäsche blicken.

Skurrile Überzeichnungen

„Liebe wächst im Quadrat mit der Entfernung“, versuchen sie diese überraschende Wendung zu entschärfen. Aber die Sex-Bomben sind noch scharf, lassen nicht lange auf sich warten. Nun brennen alle sechs Schauspieler ein komödiantisches Feuerwerk der Situationskomik ab, das zu überraschenden Verwechslungen und Verwicklungen führt. Hubert als Testosteronpaket, Schorsch in Erklärungsnot, dazwischen zwei knapp bekleidete Gespielinnen und empörte Ehefrauen. Skurrile Überzeichnungen treiben die Komödie zum Vergnügen der Besucher voran. Monas und Huberts unerfüllte Sehnsüchte scheinen wahr geworden zu sein. Drum herumreden bringt nichts, die Wahrheit bleibt letztendlich die beste Tarnung.

Ein Ohnsorg-Theater, wie man es kennt und liebt, und das mit herzlichem Applaus verabschiedet wurde. 


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