Begegnung mit Wim Wenders Georgianer bei Kongress „Vision Kino“ in Erfurt

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Über die unverhoffte Begegnung mit Filmregisseur Wim Wenders (vier von links) freuten sich (von links) Sophie Kösters, Kim Kemmer, Max Zaksek und Gerd Höckner: Foto: Konrad BehrÜber die unverhoffte Begegnung mit Filmregisseur Wim Wenders (vier von links) freuten sich (von links) Sophie Kösters, Kim Kemmer, Max Zaksek und Gerd Höckner: Foto: Konrad Behr

Lingen. Einmal vor Fachpublikum auf einem Podium sitzen – diese Erfahrung machten drei Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Georgianum im „Kaisersaal“ in Erfurt.

Wie aus einer Mitteilung der Schule hervorgeht, waren sie  als Teilnehmer am Podium für die „Digitale Filmbildung – Neues Lernen in der Schule“ beim diesjährigen Kongress Vision Kino in Erfurt eingeladen worden. Die drei gehören zum Seminarfach Film, das von Gerd Höckner am Gymnasium Georgianum unterrichtet wird. 

Höckner war vor mehreren Monaten als Referent und Podiumsteilnehmer zu diesem Kongress eingeladen worden. Er hatte dem Veranstalter vorgeschlagen, an dem Podium über digitale Filmbildung in der Schule auch Schüler teilnehmen zu lassen. Dieser Vorschlag wurde bereitwillig angenommen und so reisten Kim Kemmer, Sophie Kösters und Max Zaksek mit ihrem Lehrer nach Erfurt. 

Diskussion im Kaisersaal

Kurz bevor die Diskussion begann, stieg die Aufregung bei den Schülern, nicht zuletzt aufgrund der eindrucksvollen Atmosphäre des Kaisersaals in Erfurt. Während des Podiums wurden sie oft nach ihren Erfahrungen mit digitaler Filmbildung in der Schule befragt. Hier gaben sie bereitwillig Auskunft, so über das Erasmus+-Projekt „Heimatkunde 2.0 – digital von der Heimat erzählen“. Sie sparten aber auch nicht mit kritischen Anmerkungen. "Obwohl unsere Schule sehr gut ausgestattet ist mit digitalen Smartboards und Computerräumen machen sich nicht alle Lehrer diese zu Nutze", kritisierte Sophie Kösters. Sie ist ebenso wie ihre Mitschüler überzeugt, dass es sehr sinnvoll ist, Filme in den Unterricht zu integrieren, um den Schülern und Schülerinnen Themen noch besser näherzubringen.

Auf dem Podium vor großem Publikum nahmen (von links) Gerd Höckner, Max Zakzek, Kim Kemmer und Sophie Kösters Platz. Foto: Konrad Behr


Die Tatsache, dass leider noch viel zu wenig Lehrer deutschlandweit von dem Einsatz des Mediums Film im Unterricht Gebrauch machen, bestätigten in der Diskussion auch Ingo Kriebisch, der die Medienpädagogikabteilung der Hamburger Lehrerbildungs- und Schulentwicklungsinstituts leitet sowie Prof. Dr. Ursulsa von Keitz, die in der Filmforschung und Filmbildung tätig ist. 

Einladung nach Berlin

Auf die Anregung, ob man nicht einmal auch eine Filmproduktionsgesellschaft besuchen könne, wurden die Schüler und ihr Lehrer von der Firma X-Filme Creative Pool (Good Bye Lenin, Cloud Atlas, Lola rennt) nach Berlin eingeladen. Nach der Diskussion hatten die Schüler die Möglichkeit, an einem der fünf Workshops teilzunehmen. Sie entschieden sich für einen Workshop über das Erstellen und Analysieren von sogenannten Erklärfilmen. Einen weiteren Höhepunkt bildete die kurze Begegnung mit dem weltbekannten Regisseur Wim Wenders.


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