Der Kleine Prinz Aufwendige Musical-Inszenierung in Lingen begeisterte

Von Meike Blunk

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Das großartige Ensemble des spielte sich mit toller Musik, raffinierten Videoeffekte und anmutigen Choreografien in der Musicalfassung „Der kleine Prinz“ im Theater an der Wilhelmshöhe in die Herzen der Zuschauer.  Foto: Meike BlunkDas großartige Ensemble des spielte sich mit toller Musik, raffinierten Videoeffekte und anmutigen Choreografien in der Musicalfassung „Der kleine Prinz“ im Theater an der Wilhelmshöhe in die Herzen der Zuschauer. Foto: Meike Blunk

Lingen. Für das Publikum im fast ausverkauften Theater an der Wilhelmshöhe wirkte die aufwendig inszenierte Musicalfassung „Der kleine Prinz“ wie ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, für das es sich berührt und beglückt mit kräftigem Applaus bedankte.

Dem hochkarätigen Ensemble des 3FOR1 Trinity Concerts   unter der Leitung von Jochen Sautter (Regie) und Deborah Sasson (musikalische Leitung )gelang es auf wunderbare Weise, 75 Jahre nach Erscheinen dieser um die Welt gegangenen Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry, erneut Leben einzuhauchen. Der kleine Prinz zählt zu den beliebtesten Erzählungen, da sie mit ihren vielen Lebensweisheiten die Herzen der Men schen zu öffnen versteht. Der in ihr wohnende Zauber und die Botschaft : „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wurde in dieser Inszenierung auf verschiedenen, ineinander greifenden Ebenen, spürbar. Zu Beginn bekam das Publikum kurz das zehnköpfige Orchester zu sehen, das dann hinter Projektionsflächen und Vorhängen verschwand, dem theatralen Geschehen dort aber einen wunderbar nuancenreichen Klangteppich verlieh.

Besonderheit des Ortes

Ein Pilot rollt erzählend die Begegnung, die er mit einem außergewöhnlichen kleinen Kerl, dem kleinen Prinzen, in der Wüste nach einer Notlandung gehabt hat, auf. Für ihn ist die Wüste die schönste, wie auch die traurigste Landschaft, der Ort, an dem der kleine Prinz, auf der Suche nach einem Freund, plötzlich er schienen, aber auch wieder verschwunden ist. Durch die Besonderheit des Ortes wirken die Fragen und Anmerkungen des kleinen Prinzen, die dieser unter anderem nach der Bekanntschaft mit einem Geografen, einem Geschäftsmann, einem Trinker oder einer Laternenanzünderin gehabt hat, intensiv nach.

Wirkungsvolles Lichtdesign

Mit vielen überraschenden Effekten und einem wirkungsvollem Lichtdesign (Daniel Stryjecki) wurden die einzelnen Erlebnisse und Eindrücke sichtbar und lebendig gemacht. Wie aus dem Nichts heraus flogen zum Beispiel die gesprochenen Worte des Piloten auch als geschriebene Wörter sichtbar vor den Sternen des nächtlichen Wüstenhimmels herum. Raffinierte Videoanimationen verliehen der Bühne eine völlig neue Raumdimension, die in Verbindung mit dem Spiel und den ästhetischen Choreografien eine brillante Verschmelzung darboten. Als der kleine Prinz sich in einem Rosengarten mit den Fragen nach der Einzigartigkeit wie dem Gewöhnlichen beschäftigt, wurde ein Meer von Blütenblättern auf einen transparenten Vorhang projiziert.

Blütenpracht

Für die Zuschauer ein Gefühl, inmitten der Blütenpracht zu sein. Moritz Bierbaum verkörperte den kleinen Prinzen mit einer Anmut und einer engelsgleichen Tenor stimme, die seinesgleichen sucht. Das gesamte Ensemble spielte sich, in Verbindung mit der großartigen Musik und der überaus gekonnten Inszenierung in die Herzen der Zuschauer. Das Wesentliche wurde auch auf besondere Weise sichtbar gemacht. 




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