Chorarbeit in Lünne Mit der Freude am Singen Gemeinschaft schaffen

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Auftritt der Lünner Chöre zur "Musikalischen Einstimmung zum Weihnachtsmarkt". Foto: Peter LöningAuftritt der Lünner Chöre zur "Musikalischen Einstimmung zum Weihnachtsmarkt". Foto: Peter Löning

Lünne. Chöre als feste Größe im Bereich der Kirchenmusik haben im kirchlichen Leben eine große Bedeutung und so auch eine große Tradition.

In Lünne findet sich, derzeit ist hier wohl noch einiges im Aufbau, ein sehr schönes Beispiel, wie der Chor eine gesamte christliche Biographie abbilden kann. Ist hier doch für eine jede Altersgruppe eine passende Gesangsformation am Start. 

"Spatzenchor"

So beginnt man bereits mit den kleinen Erstklässlern, die direkt im Anschluss an die ‚Musikalische Früherziehung‘ im „Spatzenchor“ aufgefangen werden. Die Lünner Musikpädagogin Andrea Wassenberg ist hier federführend tätig und legt sehr großen Wert darauf, den Kindern möglichst früh den Weg zur Musik aber auch zur Kirche zu bahnen. Der "Spatzenchor" (inzwischen wird dieser geleitet von Tochter Laura) geht zum dritten Schuljahr über in den „Kinderchor“, der durchaus schon als etwas fortgeschrittener bezeichnet werden kann. Es werden bereits Krippenspiele als kleines Musical gestaltet oder gar gemeinsam mit dem „Jugendchor“ gesungen.

"Vocals"

Der Jugendchor „Vocals“, als nächste Stufe, ist nicht ganz ohne Hintergedanken sehr offen im Repertoire und singt gerne auch Popsongs. So beispielsweise Nummern von Michael Jackson, deren kirchlicher Bezug sich erst vielleicht auf den zweiten Blick finden lässt. Hier finden sich derzeit typischerweise einzig junge Damen. Mit ihrem letzten Auftritt aber konnten die Mädels offensichtlich so auch einige Jungs beeindrucken und für sich gewinnen. Diese werden den Chor demnächst – so ist die Hoffnung – stimmlich verstärken und abrunden. Ein großes Glück, denn „mit Jungs ist es etwas schwierig“, sagt Andrea Wassenberg, „nach der Grundschulzeit sind sie meistens fort. „Mein Ziel ist es, Kinder und Jugendliche an das Singen heranzuführen und Ihnen Freude daran zu vermitteln. "

"Staccato"

Seit langer Zeit bereits gibt es in Lünne den Chor für die Erwachsenen mit Namen „Staccato“. Er soll schließlich auch die herangewachsenen Sänger aus dem Jugendchor übernehmen. Sanglich und stimmlich inzwischen umfassend gut ausgebildet, muss man hier auch vor größeren, anspruchsvollen und bis zu sechs-stimmigen Werken nicht zurückschrecken.

"Projektchor"

Neben diesem gibt es in Lünne einen weitere Möglichkeit, sich als Erwachsener singend einzubringen, den „Projektchor“ angeleitet von einem Trio um Stefanie Wittnebel. Sein Name sagt, dass dieser Chor sich im Grunde nur zu bestimmten kirchlichen Anlässen formiere. Allerdings, so heißt es, gebe es von diesen inzwischen so viele, dass auch dieser an der Kirche angesiedelte Chor schlussendlich doch auch recht regelmäßig probt.

Senioren-Singkreis

Nicht zu vergessen sei, schon um das Bild abzurunden, der Senioren-Singkreis, der sangesfreudigen Menschen im höheren Alter offen steht. Hier finden sich Sänger im fortgeschrittenen Alter angeleitet von Antonius Sandschulte.

Viele helfende Hände

Gründliche Chorarbeit, wie man sie hier antrifft (und so muss es sein), beginnt mit Stimmbildung und Gesangsübungen. Das ist aber auch verbunden mit sehrt viel Organisation, mit Terminabsprachen und Koordination. Und so scheint es in Lünne, als ob ein jeder mit anpacke. Bei den Wassenbergs ist  die gesamte Familie auf unterschiedliche Art eingespannt in das ehrenamtliche Projekt und auch sonst finden sich hier einige helfende Hände.

Klangliche Unterstützung

Zur Begleitung und klanglichen Unterstützung bei den Aufführungen der Sänger kommt schon mal ein E-Piano, eine kleine Band, ein Streicherensemble oder gar die große Kirchenorgel hinzu. Hier sind dann die Instrumentalisten am Ort gefragt. Das schmückt die Musik und schafft zudem eine schöne Atmosphäre.

Für die Gemeinschaft

Mit alledem kann man derweil in Lünne auf ein beachtlich breites Chor-Angebot blicken, das in seiner Gestalt vielleicht ja gerade des dörflichen Umfelds bedarf. Und so ist es, sagt Andrea Wassenberg, „ein wichtiges Anliegen in dieser Chorarbeit, immer wieder Gemeinschaft zu schaffen, Gemeinschaft innerhalb der Chöre, aber auch zwischen den Chören.“ Beizeiten finden sich die verschiedenen Formationen auch vereint bei der Gestaltung von Gottesdiensten oder beim Vortrag von Liedern, so wie kürzlich bei der „Musikalischen Einstimmung zum Weihnachtsmarkt“ wo alle Chöre bisweilen zusammen sangen. Hier sang dann auch die Gemeinde mit, ein weiterer Aspekt der angestrebten Gemeinsamkeit. Die Dorfkirche war voll besetzt. So verbindet der Gesang auch hörbar die Kirchen- wie die Dorfgemeinschaft. „Natürlich wünschen wir uns auch, auf diesem Weg wieder mehr Menschen in die Kirche zu ziehen“.

In Lünne scheint dieses wunderbar zu gelingen, vielleicht ein ehrenamtliches Musterbeispiel.


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