Kommunikationskonzept entwickelt Studierende des Campus unterstützen den Lingener Kinderschutzbund

Die Studentinnen des Praxisprojekts unter Leitung von Prof. Detlef Dirkers (links) haben Heiner Rohoff (2. von links) und Josef Santel (rechts) vom Vorstand des Lingener Kinderschutzbundes ihre Vorschläge für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit präsentiert. Foto: Wilfried RoggendorfDie Studentinnen des Praxisprojekts unter Leitung von Prof. Detlef Dirkers (links) haben Heiner Rohoff (2. von links) und Josef Santel (rechts) vom Vorstand des Lingener Kinderschutzbundes ihre Vorschläge für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit präsentiert. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Um seine Aufgaben erfolgreich erfüllen zu können, ist der Lingener Kinderschutzbund mit seiner Beratungsstelle "Logo" auf gute Öffentlichkeitsarbeit angewiesen. Diese zu verbessern, war das Ziel eines Seminars im dritten Semester des Bachelor-Studiengangs Kommunikationsmanagement am Campus Lingen.

Nach der Präsentation der Ergebnisse weiß Heiner Rohoff vom Vorstand des Kinderschutzbundes, wofür das zweite "o" steht – nicht in seinem Namen, sondern in dem der Beratungsstelle "Logo". Die ersten drei Buchstaben standen dort schon immer für "Leben ohne Gewalt". Die Studierenden formulierten daraus die das zweite "o" erklärende Frage "Leben ohne Gewalt, okay?" Die Frage spricht jeden direkt an und fordert dazu auf, sich mit den Themen Missbrauch von und Gewalt an Kindern zu beschäftigen, lautete die Begründung.

Roter Faden im Konzept

Diese Absicht zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept der Drittsemester. "Wir wollen auch Personen ansprechen, die meinen, mit dem Thema nichts zu tun zu haben. Die Studierenden haben sich in kleinen Gruppen mit einem einheitlichen äußeren Auftreten des Kinderschutzbundes, der Nutzung sozialer Medien, der Prävention und dem Sponsoring beschäftigt. Herausgekommen sind viele Ideen: Ein Auftritt, der durch Schrift und Farbgebung Kinder und Jugendliche besser ansprechen soll, ebenso, wie Prävention durch Videospots auf Youtube und Postkarten- und Plakataktionen. "Qualität vor Quantität" empfehlen die Studierenden dem Kinderschutzbund bei der Ansprache möglicher Spender. 

Soziale Medien nutzen

Einen breiten Raum nehmen die sozialen Medien im Konzept der Studierenden ein. Dort ist der Lingener Kinderschutzbund noch nicht aktiv. "Wir haben eine Homepage, aber das reicht in heutigen Zeiten nicht. Wir müssen auch die anderen Kanäle bedienen", sagt Rohoff nach der Präsentation der Studierenden. Diese raten beispielsweise dazu auf Whatsapp eine "Nummer gegen Gewalt" einzurichten oder die Nachrichtenfunktion auf einer Facebookseite zur Kontaktaufnahme anzubieten. "Das erleichtert Betroffenen den ersten Schritt." Auch Instagram soll in die Kommunikation des Kinderschutzbundes eingebunden werden.

Unterstützung bei der Umsetzung

Es sind viele gute Ideen, die die Studierenden dem Kinderschutzbund präsentieren. Doch wie steht es um die Realisierung? "Viele von uns wollen am Ball bleiben, weil uns das Thema interessiert", sagt Studentin Ann-Christin Gerwers. Eine Kommilitonin von ihr hatte sich mit dem Thema Gewalt an Kindern noch gar nicht beschäftigt. "Es ist krass, wie vielen das passiert", hat sie während der Arbeit an dem Konzept erfahren. Studentin Tessa Hagendorf leitet bei den Maltesern eine Gruppe von 13- bis 14-Jährigen. "Schon alleine deshalb habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt", sagt sie. Gemeinsam ist ihnen und weiteren Kommilitoninnen eines: Sie wollen über das mit der Präsentation eigentlich abgeschlossene Projekt hinaus dem Kinderschutzbund bei der Umsetzung helfen. "Die Videospots könnten wir in Kooperation mit dem TV-Studio auf dem Campus Lingen gestalten", schlägt eine Studentin vor.

Kinderschutzbund begeistert

Rohoff und sein Vorstandskollege Josef Santel sind geradezu begeistert von den Vorschlägen der Studierenden. "Das war sentationell, was ihr uns geboten habt", lobt Rohoff. Er gibt allerdings zu, nicht alles in Sachen soziale Medien verstanden zu haben. Trotzdem versichert er: "Wir werden uns daran machen." Und auch Santel betont mit Blick auf die rund 30-minütige Einführung in die bisherige Öffentlichkeitsarbeit des Kinderschutzbundes zu Beginn des Semesters: "Was ihr aus einer halben Stunde Input gemacht habt, hat mich begeistert."





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