Weihnachtspause mit der Familie Ehrlich Brothers kommen zum letzten Mal nach Lingen

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Vorerst zum letzten Mal zeigen die Brüder Chris und Andreas Ehrlich in Lingen ihre Illusionsshow  . Foto: Sebastian DrüenVorerst zum letzten Mal zeigen die Brüder Chris und Andreas Ehrlich in Lingen ihre Illusionsshow . Foto: Sebastian Drüen

Lingen. Illusionen und Zauberkunst können die Zuschauer mit den Ehrlich Brothers am 7. Februar in der Emslandarena in Lingen erleben. In einem Interview sprach Chris Ehrlich über Familie, Pannen und warum man sich die Show in Lingen nicht entgehen lassen sollte.

Habt Ihr Euch eine Weihnachtspause gegönnt? 

Ja, wir waren zu Hause. Das war für uns eine Möglichkeit ein letztes Mal so richtig durchzuschnaufen, weil es am 27. Dezember für uns direkt losgeht. Ab da sind wir fünf Monate nonstop auf Tour mit dem großen Finale am 15. Juni im Fußballstadion in Düsseldorf, wo wir 40.000 Menschen erwarten. Deshalb ist für uns die Weihnachtszeit die letzte Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, noch mal Kraft zu tanken, weil, das, was danach kommt, kann man schon mit einem Marathon vergleichen. Es ist einfach eine sehr lange Zeit, die uns sehr viel abverlangt. Wir werden etwa 100 Shows aufführen, nicht nur in Deutschland, Österreich, Schweiz, sondern erstmals auch in Paris, in London und in Helsinki.

Deswegen ist es uns wichtig, Weihnachten wieder, so wie in den letzten Jahren, im Kreis unserer Familie mit Schwester und Mama zu feiern und nicht nur diesen einen Tag, sondern auch in den Tagen davor, die Ruhe vor dem Sturm nutzen, um Kraft zu tanken.

Als ganz klassisch mit Tannenbaum und Kirche?

Ja, es gibt natürlich schon so ein paar Specials gerade für die Kids von meinem Bruder. Denen zeige ich dann, wie man Kekse verschwinden lässt und so. Ein paar magische Upgrades gibt es hier und da (lacht). Aber im Großen und Ganzen kann man das als traditionelle und klassische Zeit sehen.

Ihr seid ja ganz schön viel auf Tour. Bekommt Ihr überhaupt etwas von den Städten mit, wo Ihr seid?

Das versuchen wir schon. Aber, man muss ganz ehrlich sagen, gerade in den Städten, wo wir zwei Mal an einem Tag auftreten, wie auch in Lingen am 7. Februar, da haut das zeitlich nicht hin. Die erste Show ist dann schon um 14 Uhr. Wir müssen spätestens zwischen 11 und 12 Uhr in der Halle sein, um letzte Absprachen und Proben mit zu begleiten. Aber in Städten, in denen wir nur eine Abendshow haben, versuchen wir tagsüber ein paar Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten, für die so eine Stadt steht, mitzubekommen.

Wie bewältigt Ihr den logistischen Aufwand, der ja sicherlich enorm ist, zwischen den verschiedenen Auftrittsorten?

Das sieht man von außen nicht, aber das ist logistisch tatsächlich schon ein großer Apparat, der da in den letzten Jahren glücklicherweise so gewachsen ist, um alles sicher abzuwickeln. Wir fahren mit insgesamt zwölf 40-Tonnern, mit vier Nightliner-Bussen, wir haben eine Nachtschichtcrew und eine Tagescrew. Wenn die Show vorbei ist, übernimmt die Nachtcrew, baut das eine Set ab und an der nächsten Location wieder auf. Es sind sehr viele logistische Prozesse, die da in Gang kommen, wenn so eine Show zu Ende ist, um am nächsten Tag in einer neuen Stadt wieder sicher aufgeführt werden zu können. Das ist spannend, ein bisschen wie ein großer, moderner Wanderzirkus. 

Also ist gibt keine doppelte Ausstattung?

Einiges an Equipment haben wir tatsächlich doppelt, andere Sachen nicht. Das ist ein bisschen von den logistischen Abläufen abhängig.

So ein Auftritt ist ja nicht nur für die Mannschaft und die Logistik ein Kraftakt, sondern für Euch auch. Da ist sicherlich eine gute Kondition erforderlich. Was tut Ihr, um Euch fit zu halten?

Wir gehen gern raus, wir joggen und schwimmen gerne. Aber während einer Tour ist die Show an sich schon ein gutes Fitnessprogramm. Denn sie dauert netto über zwei Stunden. Und wenn man das zwei Mal am Tag, oder wie in Frankfurt sogar drei Mal am Tag macht, kommt am Ende des Tages eine Menge an Bewegung zusammen. Also während der Tour brauche ich keine zusätzliche Möglichkeit, um mich noch mehr auszupowern. Und wenn dann die Tour vorbei ist, liebe ich es, morgens, so wie jetzt in der kalten Jahreszeit, durch die sprichwörtlich coole Luft zu joggen. Das finde ich unglaublich toll und belebend. 

Ist bei Euren Auftritten oder Proben schon mal so richtig etwas schief gelaufen?

Es ist sehr, sehr viel schiefgegangen bei unserer letzten Show in Stuttgart, bei der mich mein Bruder für „Verstehen Sie Spaß“ reingelegt hat (lacht), was ich ihm bis heute noch nicht ganz verziehen habe. Das könnte eine Revanche geben.

Malheurs während einer Show gab es auch. Einmal bin ich mit dem Motorrad, wo wir eigentlich aus dem Ipad herausfahren, am Schluss herausgefallen. Das ist ja ein echtes Motorrad und ein paar Hundert Kilo schwer. Da hatte ich Glück, dass ich nicht direkt unter dem Motorrad lag. Ich hab mir mal eine Rippe gebrochen, weil eine brennende Kette, an der ich inmitten der Leute erschienen bin, samt mir heruntergefallen ist, weil sich ein Kettenglied gelöst hatte. Ich war auch einmal zwischen zwei Shows in einem Stuttgarter Krankenhaus, wo ein Cut genäht worden ist, weil ich ausgerutscht bin und auf einmal den Gelenkknochen an meinem kleinen Finger sehen konnte. Also – es ist nicht ganz auszuschließen, dass in so einer Produktion hier und da, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, die wir ergreifen, auch mal etwas passiert.

Noch mal zum Thema Bruder. Ihr neckt Euch ja regelmäßig. Aber durch die Proben und Shows hockt Ihr ja auch viel aufeinander. Geht man sich da nicht auch mal gegenseitig auf den Wecker?

Ja, das ist so (lacht). Aber dann fighten wir das aus, oder wir gehen uns aus dem Weg und am nächsten Morgen ist es meistens auch wieder gut.

Wenn wir nicht auf Tour sind, arbeiten wir in einem Büro mit einer gläsernen Wand, die man komplett wegfahren kann, wenn wir zusammen brainstormen und an neuen Illusionen arbeiten. Man kann sie auch zuziehen. Dann ist sie auch schallabdichtend und dann können wir beide für uns arbeiten und können uns höchstens noch mal böse Blicke zuwerfen. Das halte ich für ein tolles Feature.

Jetzt noch mal eine Frage für die weiblichen Fans. Was braucht Ihr so an Haarspray und Haarlack im Monat?

Mein Bruder sagt ja immer, dass zwei von den zwölf Trucks, mit denen wir unterwegs sind, voll mit Haarspray für mich sind. Dem muss ich widersprechen. Präzise kann ich es nicht sagen. Ich weiß nur, nach zwei oder drei Tagen rufe ich jemanden aus dem Team und sage, „ich brauch neues Haarspray“. Also ‘ne halbe Dose geht da schnell bei drauf.

Wenn jetzt jemand im Februar Eure letzte Show in Lingen gesehen hat, warum sollte er im nächsten Jahr wiederkommen? Gibt’s etwas Neues?

Wir werden jetzt letztmalig mit der Show „Faszination“ auf Tour sein. Und danach, ab Ende 2019 wird es eine neue Show geben, mit der wir logistisch leider nicht mehr in Lingen auftreten können, weil die neue Show an die 15 bis 20 Lkw umfassen wird. Lingen gehört zu den kleineren Arenen, in denen wir immer sehr gerne gespielt haben, was man allein daran sieht, dass wir jedes Jahr wiedergekommen sind. Das wird mit der neuen Show nicht mehr möglich sein. Das ist schade, aber umso mehr freuen wir uns auf unsere quasi Abschiedsshow in Lingen. Also, wer noch einmal die Ehrlich Brothers in Lingen sehen möchte, muss im Februar dabei sein.

Die Show findet am 7. Februar 2019  um 14 und um 19 Uhr statt. Für die Abend-Vorstellung sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Die Tickets kosten zwischen 44.50 und 96,25 Euro



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