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Großbrände und ein möglicher Umzug Hagedorn-Werk in Lingen öfter in den Schlagzeilen

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Am 15. August 1995 berichtete die Lingener Tagespost über den Großbrand bei der Firma Hagedorn. Foto: Carsten van BevernAm 15. August 1995 berichtete die Lingener Tagespost über den Großbrand bei der Firma Hagedorn. Foto: Carsten van Bevern

Lingen. Hagedorn im Lingener Stadtteil Schepsdorf ist vielen Lingenern in erster Linie aufgrund von zwei Ereignissen im Gedächtnis: Sowohl in der Nacht zum Montag, 14. August 1995, als auch am Dienstagnachmittag, 11. Juni 1996, führten Brände vor allem im Lager und im Kunststoff verarbeitenden Bereich des Unternehmens zu Großeinsätzen für die Feuerwehren in der Region.

1995 waren 180 Feuerwehrmänner im Einsatz, die ein Übergreifen des Feuers vom Nitrozellulose-Lager auf den chemischen Teil der Fa-brik verhindern konnten. Dabei gab es keine Verletzten, der Sachschaden wurde seinerzeit auf rund acht Millionen D-Mark geschätzt. Nur ein Jahr später wurde beim Großbrand ebenfalls das aus rund 5000 Fässern bestehende Nitrozelluloselager vernichtet. Der Schaden wurde auf mindestens drei Millionen D-Mark geschätzt.

In den Jahren 2008 und 2009 geriet die Firma erneut in die Schlagzeilen. Ihre Absicht, im erweiterten Logistikzentrum der BP-Raffinerie einen neuen Betrieb zur Kunststoffproduktion zu errichten, schlug in Lingen hohe Wellen. Bei der Fläche, die Hagedorn im Logistikzentrum erwerben wollte, soll es sich um ein etwa sieben Hektar großes Areal gehandelt haben. Als Baubeginn hatte das Unternehmen den Sommer 2009 ins Auge gefasst.

Zum Vertragsabschluss ist es aber nie gekommen, wohl aber zur Rodung eines Teils des Altenlingener Waldes – ein Thema, das die „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst“ auf den Plan rief und bis heute für Diskussionsstoff in Lingen sorgt. „Der emotionale Klebstoff des Protestes, wenn ich das so sagen darf, war meines Erachtens das Wort Hagedorn“, hatte der damalige Oberbürgermeister Heiner Pott am5. März 2009 in einemInterview mit unserer Zeitung betont.


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