Risse an Reaktionsbehälter Verband fordert Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen

Von lni

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Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert infolge von zwei meldepflichtigen Ereignissen in der Brennelementefabrik in Lingen den dortigen Betrieb stillzulegen.  Foto: David EbenerDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert infolge von zwei meldepflichtigen Ereignissen in der Brennelementefabrik in Lingen den dortigen Betrieb stillzulegen. Foto: David Ebener

Lingen. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert infolge von zwei meldepflichtigen Ereignissen in der Brennelementefabrik in Lingen den dortigen Betrieb stillzulegen. Aus Sicht des BBU ist der Betrieb der Anlage nicht länger hinnehmbar, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

Der BBU bezieht sich mit seiner Forderung auf zwei Ereignisse, die das niedersächsische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde Anfang November und an diesem Dienstag mitgeteilt hatte. Beide Ereignisse hatten demnach "keine oder eine sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung".

Zunächst hatte sich in der Trockenkonversionsanlage, einem Teil der Fertigungsstraße in der Brennelementefabrik, Feuchtigkeit angesammelt. Nach Angaben des Betreibers war die Feuchtigkeit durch eine Fehlfunktion in der Wasserdampfversorgung verursacht worden. Die fehlerhaften Komponenten seien nach einer umfänglichen Kontrolle der Wasserdampfversorgung ausgetauscht worden, hieß es in der Mitteilung.

Risse an Reaktionsbehälter

Bei dem aktuellen Ereignis geht es um Risse an einem Reaktionsbehälter in der Trockenkonversionsanlage. Diese seien bei einer Routinekontrolle mit Hilfe von Ultraschall festgestellt worden, teilte das Ministerium mit. Mit bloßem Auge seien die beiden Risse in einer Ummantelung innerhalb der Fertigungsanlage nicht erkennbar, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Der betroffene Anlagenteil werde repariert und sei so lange außer Betrieb, sagte die Sprecherin.

Die Brennelementefabrik in Lingen liefert Brennelemente mit Uran unter anderem an Reaktoren in belgischen Atomkraftwerken.


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