Warnwesten für Mitglieder "Gassigeher Plus" des Tierheims Lingen im Dunkeln gut zu sehen

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Freuen sich über ihre neuen Warnwesten, die Anne Abel (obere Reihe, Mitte) und Heike Kempe (obere Reihe, zweite von links), spendiert haben: die Gassigeher Plus und der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Lingen, Stephan Mathias.
Foto: Christiane AdamFreuen sich über ihre neuen Warnwesten, die Anne Abel (obere Reihe, Mitte) und Heike Kempe (obere Reihe, zweite von links), spendiert haben: die Gassigeher Plus und der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Lingen, Stephan Mathias. Foto: Christiane Adam

Lingen. Eine Gruppe von Hundefreunden in Lingen nennt sich „Gassigeher Plus“. Sie sind auch unterwegs, wenn es dunkel geworden ist. Gut erkennbar sind sie trotzdem. Das hat einen Grund.

Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, regelmäßig mit Hunden aus dem Tierheim Lingen spazieren zu gehen. Nicht nur, um ihnen Auslauf zu gewähren, sondern – und das ist das „Plus“ im Gruppennamen, um sie zu sozialisieren. Seit gut fünf Jahren besteht diese zuverlässige Truppe von Hundefreunden rund um Initiatorin Heike Kempe. Sie sind nicht nur häufig in der Lingener Innenstadt anzutreffen, sondern auch in der Nähe des Tierheims. „Jetzt im Herbst und Winter ist es spätestens ab 18 Uhr stockdunkel, und so sind mein Mann und ich auf die Idee gekommen, Westen für die Gassigeher zu spendieren“, erklärt Anne Abel vom Autohaus KFZ-Abel aus Emsbüren.

2013 hat Heike Kempe die Gassigeher Plus ins Leben gerufen. Seitdem geht sie regelmäßig mit Hunden aus dem Tierheim Lingen in die Innenstadt. Foto: Christiane Adam


Abel ist selber gemeinsam mit Kempe Leiterin eines von inzwischen drei unterschiedlichen Gassigeher-Teams; Andrea Kloosterhuis gehört außerdem dazu. Jedes Team widmet sich anderen Schwerpunkten. Kloosterhuis geht mit den „Angsthasen“ unter den Tierheimhunden. Ein solcher „Angsthase“ war auch Dackelmischling Mozzle. Mozzle heißt inzwischen Motsi und ist 2016 von Kloosterhuis adoptiert worden. „Ich habe Motsi zunächst als Gassigeherin ausgeführt, nachdem mein eigener Hund gestorben war. Dadurch ist Motsi mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich den Hund nicht mehr hergeben wollte. Motsi ist zwar immer noch ängstlich, hat sich aber enorm positiv entwickelt“, freut sich die Freiwillige, die regelmäßig aus Dalum nach Lingen fährt, um das Tierheim zu unterstützen.

2015 war Dackelmischling Mozzle noch im Tierheim. Inzwischen heißt sie Motsi und ist von ihrer Patin Andrea Kloosterhuis adoptiert worden. Foto: Christiane Adam


„Es macht Spaß. Und es ist gut, die Hunde auf die Vermittlung vorzubereiten. So können wir es für Interessenten einfacher machen, sich für einen Hund aus dem Tierheim zu entscheiden“, begründen zwei junge Frauen, die seit gut zwei Jahren regelmäßig dabei sind, ihr Engagement. Manche könnten auch einfach keinen eigenen Hund zuhause halten, und schlussendlich mache die Gruppe damit auch auf das Tierheim aufmerksam. „Deshalb gehen wir am Sonnabend, dem 15. Dezember, auch in die Lingener Innenstadt und zum Famila an der Rheiner Straße: Wir sammeln Geld für das Tierheim“, betont Abel.

 Auch dort werden die neuen Westen sicherlich zum Einsatz kommen, steht doch schließlich neben den Logos der beiden Spenderinnen (KFZ Abel und Team Dog Lingen von Heike Kempe) die Aufschrift „Tierheim Lingen“ auf den Westen. 20 Stück haben die zwei gesponsert, und neben dem Leuchteffekt halten sie auch warm, denn sie sind leicht gefüttert.

Stephan Mathias, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins, bedankte sich für die Spende und vor allem für den nimmermüden Einsatz der Gassigeher Plus, „die mit viel Herz immer kommen und teilweise sogar Hunde mit in den Urlaub nehmen“, wie er erzählt. „Das geht aber auch nur, weil das Tierheim so unkompliziert ist in diesen Dingen“, unterstreicht Kempe. Geld- und Sachspenden seien jederzeit willkommen. So freute sich Mathias ebenso über ein Schwerlastregal, das am Wochenende eine Firma aus Niederlangen gebracht habe. „Das können wir sehr gut gebrauchen. Eine Bekannte hat uns das vermittelt“. 

Wer das Tierheim unterstützen möchte, sei es in Form von Zuwendungen, aber auch in Form von tatkräftiger Hilfe, kann sich an Mathias und seine Mitstreiter wenden, beispielsweise unter Telefon 0591 66264.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN