NOZ investiert rund zehn Millionen Euro Ein "Medienhaus Lingen" an der Bernd Rosemeyer-Straße

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An der Bernd Rosemeyer-Straße 11 in Lingen, gegenüber der Tanzgalerie Lorenz, wird im nächsten Jahr der Neubau der NOZ-Medien entstehen. Grafik: Eden ArchitektenAn der Bernd Rosemeyer-Straße 11 in Lingen, gegenüber der Tanzgalerie Lorenz, wird im nächsten Jahr der Neubau der NOZ-Medien entstehen. Grafik: Eden Architekten

Lingen. Rund zehn Millionen Euro investieren die NOZ Medien in das neue "Medienhaus Lingen" an der Bernd Rosemeyer-Straße 11. Dienstagabend wurde das Projekt im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt und am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs im Rathaus.

„Mit dem Neubau des Medienhauses der NOZ in Lingen setzen wir nicht nur einen städtebaulichen Akzent an der Bernd Rosemeyer-Straße, sondern wir stärken unseren Medienstandort in der Stadt insgesamt“, betonte Geschäftsführer Joachim Liebler. Der Wirtschaftsraum Lingen entwickele sich weiterhin dynamisch. Das Medienhaus NOZ verstehe sich als Teil dieses Raums und publizistischer Begleiter der Bürgerinnen und Bürger in der Region. „Dieser Aufgabe fühlen wir uns auch künftig verpflichtet“, unterstrich der Geschäftsführer. Damit dies auf allen crossmedialen Ebenen weiterhin gelinge, sei eine moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Arbeitsumgebung aller Bereiche innerhalb des Medienhauses der NOZ notwendig. Diese werde an der Bernd Rosemeyer-Straße entstehen. Das Investitionsvolumen umfasst nach Lieblers Angaben rund zehn Millionen Euro.

Das Büro Eden Architekten aus Leer ist mit den Planungen beauftragt, deren Umsetzung Anfang nächsten Jahres mit den vorbereitenden Arbeiten auf der Baustelle beginnen soll. 


In diesem Bereich der Bernd Rosemeyer-Straße entsteht das neue "Medienhaus Lingen" der NOZ Medien. Foto: Matthias Becker


Das Gebäude gliedert sich in vier Bereiche: Im Erdgeschoss liegen die halböffentlichen Bereiche mit Gastronomie, Veranstaltungsraum und Foyer der NOZ Medien; im hinteren Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss liegen die Büros der Mitarbeiter. Das zweite Obergeschoss dient als Ersatzfläche und wird fremdvermietet. Im Dachgeschoss befinden sich Wohnungen, im Untergeschoss die Tiefgarage, Lager- und Technikräume. Rund 70 Beschäftigte der NOZ Medien werden dort nach Fertigstellung einziehen und arbeiten. Hinzu kommen 30 bis 35 von anderen Firmen. 

Wegeverbindung zur Burgstraße

Zentraler Gedanke des Entwurfes ist es nach Angaben der Architekten, behutsam mit dem rückwärtigen Park umzugehen und qualitätsvolle, spannungsreiche Zwischen- und Außenbereiche mit unterschiedlichen Bezügen zum Park und zur Straßen- und Bahnseite zu schaffen. Ein Durchgang im Erdgeschoss verbindet Park und Straßenseite und schließt an die Stadtgrabenpromenade an. 

"Kompetenzen bündeln"

An der Bernd Rosemeyer-Straße entstehe ein "wegweisendes, innovatives Medienzentrum im Herzen der Stadt", freute sich Oberbürgermeister Dieter Krone. Er dankte der NOZ, die zu den großen Medienhäusern in Deutschland gehöre, für die Investitionsentscheidung und die darin zum Ausdruck gekommene Verbundenheit zur Stadt und der Region. Über den Standort sei er "sehr froh", sagte NOZ-Projektleiter Florian Korte. Er wie auch NOZ-Regionalverlagsleiter Ansgar Hulsmeier dankten der Stadtverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit. "Unser Ziel ist es, alle Kompetenzen an einem Ort zu bündeln: Redaktion, Vermarktung, Vertrieb usw.", sagte Hulsmeier. Dies werde in dem neuen Gebäude der Fall sein.

Lob für die Architekten

Viel Lob bekamen die Architekten Dirk Terfehr und Gerhard Eden vom Planungsbüro Eden aus Leer für ihren Entwurf. Günter Reppien (CDU), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, und Stefan Wittler, Vorsitzender des Wirftschafts- und Grundstücksausschusses sprachen von einem gelungenen städtebaulichen Akzent. Das Grundstück sei eines der "Sahnestücke" der Stadt, sagte Reppien. Es habe sich gelohnt, mit einer Nutzung länger zu warten. "Auch dass dort Wohnungen geschaffen werden, ist sehr wichtig", antwortete Wittler auf einen Hinweis von NOZ-Projektberater Günther Knies.


So präsentiert sich das "Medienhaus Lingen" auf der Rückseite. Grafik: Eden Architekten


Die Multifunktionalität des Gebäudes hob Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hervor. "Das erhöht natürlich den Druck auf uns, bei der Stadtpromenade noch etwas zu machen", verwies der Baudezernent indirekt auf den in Teilbereichen wenig ansehnlichen rückwärtigen Bereich. Das ganze Quartier bis hin zur Burgstraße werde durch das Bauprojekt der NOZ belebt, sagte Wirtschaftsförderer Ludger Tieke. "Wir setzen hier einen ganz wichtigen Stein", betonte Tieke. Bis  alle aufeinander stehen und auch innen alles fertig sein wird, dauert es natürlich noch etwas. "Wenn alles klappt, bis zum Herbst 2020; wir freuen uns auf die Aufgabe", sagte Eden. 



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