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04.12.2018, 18:00 Uhr KOMMENTAR

Werbetafeln in Lingen: Das Gericht ist nun am Zug

Von Thomas Pertz


LED-Werbetafeln möchte Bauherr Bernd Jansen an den beiden Seiten des Neubaus an der Lindenstraße anbringen. Foto: Thomas PertzLED-Werbetafeln möchte Bauherr Bernd Jansen an den beiden Seiten des Neubaus an der Lindenstraße anbringen. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Ob Bernd Jansen seine beiden digitalen Werbetafeln per Gerichtsbeschluss doch noch an seinen Neubau an der Lindenstraße anbringen kann, ist offen. Vor Gericht und auf hoher See, heißt es in einem Sprichwort, ist man in Gottes Hand.

Das gilt auch für die Stadtverwaltung, die das Recht auf ihrer Seite sieht und Anwohner- und Verkehrssicherheitsinteressen gewahrt sehen möchte. Inwieweit diese aber tatsächlich durch das Vorhaben von Jansen berührt sind und ob die Stadt mit ihrer ablehnenden Haltung auch Recht bekommt, bleibt ebenso abzuwarten. 

Apropos warten: Dass der Bauherr auf seine Anfrage erst ein halbes Jahr später eine Entscheidung aus dem Rathaus schriftlich mitgeteilt bekam, ist alles andere als bürgerfreundlich. Seine Verärgerung darüber ist verständlich. Der Bürger ist kein Bittsteller, sondern kann von „seiner“ Verwaltung als Serviceleistung erwarten, in einem angemessenen Zeitraum eine abschließende Antwort auf seine Anfrage zu bekommen. Sechs Monate sind nicht angemessen. 

Dass die Bauverwaltung angesichts einer Vielzahl von Projekten und laufenden Maßnahmen mächtig unter Dampf steht, ist richtig. Aber keine Entschuldigung dafür, dass es bis zu einer Entscheidung so lange gedauert hat.


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