Ausstellung in Lingen Alexander Hasekamp lässt sich von der Natur inspirieren

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Letzte Handgriffe von Alexander Hasekamp für seine Ausstellung in der Psychologischen Beratungsstelle in Lingen. Foto: Caroline TheilingLetzte Handgriffe von Alexander Hasekamp für seine Ausstellung in der Psychologischen Beratungsstelle in Lingen. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Bilder des Meppeners Alexander Hasekammp sind zurzeit im Psychologischen Beratungszentrum in Lingen an der Bernd-Rosemeyer-Straße 5 zu sehen.

Angefangen hat das große Hobby des Studenten der sozialen Arbeit im Alter von 16 oder 17 Jahren. Es lag an seiner Oma: Hätte sie nicht schon viel gemalt, wäre der Enkel womöglich nicht auf die Idee gekommen, seine eigene kreative Ader zu erforschen.  Damals hatte er die alten Mal-Utensilien der Großmutter entdeckt und zu Pinsel und Farben gegriffen.

Eigenen Stil entwickelt

„Ich habe erst einmal in verschiedene Richtungen geschaut, mich über Künstler und Stile informiert“, sagt der junge Emsländer. Zunächst hat er versucht, Werke verschiedener Künstler zu kopieren sowie Fotomotive abzumalen. So findet sich in der Ausstellung beispielsweise ein Motiv, das deutlich im Stile von Van Gogh entstand. Es folgten eigene Werke, die zunehmend seinen eigenen Stil zeigten. Klar ist für ihn der Fokus auf gegenständlicher Darstellung; abstrakt malt er nur hier und da.

Verbundenheit mit der Natur

Die Verbundenheit mit der Natur ist in seinen Bildern unübersehbar: Da grasen oder galoppieren Pferde auf der Weide,  ein Hirsch blickt auf einer Lichtung umher, ein Reh hat sich im hohen Grün versteckt und scheint sich noch mit einem Auge umzuschauen. Es sind aber auch Elefanten zu sehen, die ihre Köpfe gegeneinander drücken. Ebenso Felder, Seen und ein Blumen-Stillleben.

Eine interessante Perspektive: Von hinten malt Alexander Hasekamp das Reh, das sich im hohen Gras zu verstecken scheint. Foto: Caroline Theiling


Museen besucht

Nach zwölf Jahren Schulzeit machte Hasekamp seinen Abschluss an der Marienhausschule. Es folgten drei Jahre Ausbildung zum Großhandelskaufmann, ehe er freiwilligen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern im tiefsten Oberbayern absolvierte. 15 Monate war Hasekamp zwar weit weg vom Emsland, aber nicht von der Kunst. Statt nach Hause zu fahren, besuchte er an den Wochenenden oft Museen.

Erlös für den guten Zweck

2016 ging Hasekamp mit seiner Kunst erstmals an die Öffentlichkeit, präsentierte sie in der Emsländischen Volksbank in Meppen sowie bei der Park-Art in Sögel, wo er auch 2017 vertreten war. Das waren Gruppenausstellungen. Seine erste Einzel-Werkschau zeigte er im August 2018 an der Meppener Herrenmühle. Aus dem Verkaufserlös spendete er mehr als 1000 Euro an den Krebsfonds Ludmillenstift Meppen spenden.

Hobby und Beruf verbinden

Der Student träumt davon, sein künstlerisches Schaffen mit dem anvisierten Beruf, der sozialen Arbeit, zu verbinden. So hat er schon einmal ein Kreativangebot für Senioren im Altenheim durchgeführt. Auch mit psychisch Kranken Menschen hat er schon gearbeitet.

Führungen

Auch die aktuelle Ausstellung, die bis Mitte Mai 2019 läuft,  soll wieder einer sozialen Sache zugute kommen. Über den Gewinn darf sich der heilpädagogische Kindergarten „Regenbogen“. freuen. Da die Beratungsstelle aber keinen sogenannte "Laufkundschaft" hat bietet Hasekamp gerne Führungen an. Eine erste  findet am Donnerstag, 17. Januar 2019  ab 17 Uhr statt.  Weitere Termine sind nach Absprache unter art.by.ahl5@gmail.com möglich. 



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