Im Krankenhausplanungsausschuss Keine Einigung über Neurologie in Lingen erzielt

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Die neurologische Abteilung kann derzeit nicht über den bereits geplanten Erweiterungsumfang hinaus im Bereich der Neurologie ausgebaut werden. Foto: Hedon-KlinikDie neurologische Abteilung kann derzeit nicht über den bereits geplanten Erweiterungsumfang hinaus im Bereich der Neurologie ausgebaut werden. Foto: Hedon-Klinik

Lingen. Der niedersächsische Krankenhausplanungsausschuss ist dem Vorschlag der Landesregierung, am Bonifatius-Hospital Lingen eine neurologische Fachabteilung zu schaffen und die bestehende Kapazität der Hedon-Klinik in diesem Bereich zu erhöhen, nicht gefolgt.

Die Landesregierung hatte dem Ausschuss diesen Vorschlag unterbreitet, da eine Neustrukturierung der neurologischen Versorgung im ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems erforderlich sei. Dies habe eine Auswertung der Fallzahlen ergeben, heißt es in einer Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Über die Notwendigkeit einer Neustrukturierung habe im Ausschuss Einigkeit bestanden. Neben dem Bonifatius-Hospital sollten laut dem Vorschlag des Landes nach Informationen unserer Redaktion auch das Klinikum Leer sowie das Josef-Hospital Cloppenburg neurologische Fachabteilungen erhalten. Erhöht werden sollten die Kapazitäten nicht nur an der Hedon-Klinik, sondern auch am Klinikum Emden, der Ammerlandklinik Westerstede sowie am Ludmillenstift in Meppen.

Keine nachteiligen Folgen für Hedon-Klinik

Für die Mediclin Hedon-Klinik Lingen würden sich aktuell keine erkennbaren nachteiligen Folgen ergeben, teilte das Unternehmen zum fehlenden Einvernehmen im Krankenhausplanungsausschuss auf Nachfrage unserer Redaktion schriftlich mit. Der im April angekündigte Neubau einer Klinik für Neurologie, neurologische Intensivmedizin und Neuro-Physiologie sei von der Entscheidung des Ausschusses nicht betroffen.

Bonifatius-Hospital steht zu seinem Antrag

Das Bonifatius-Hospital möchte sich bis zu einer endgültigen Entscheidung zur Neustrukturierung der neurologischen Versorgung in der Region nicht in der Sache äußern. "Wir möchten erst die Beratungen im Ministerium und die weitere Entwicklung abwarten", erklärte Geschäftsführer Martin Diek. Das Bonifatius-Hospital stehe jedoch zu 100 Prozent hinter seinem Antrag auf Einrichtung einer neurologischen Fachabteilung.

Weitere Beratungen im Ministerium

Woran das Einvernehmen im Krankenhausplanungsausschuss gescheitert ist, teilte das federführende Ministerium auf Nachfrage nicht mit. "Die Beratungen werden jetzt ausgewertet. In der Folge wird über das weitere Vorgehen beraten", sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. 



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