Antrag wird geprüft Lingener Bonifatius-Hospital plant Erweiterungsbau

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Der technische Leiter des Lingener Bonifatius-Hospitals, Carsten Plagge (links), und Geschäftsführer Martin Diek erläutern die Pläne für einen Erweiterungsbau des Krankenhauses parallel zur Wilhelmstraße vor Ort. Das alte Einzelgebäude links, derzeit sind dort Büroräume des Krankenhauses, soll dann dafür abgerissen werden.  Foto: Wilfried RoggendorfDer technische Leiter des Lingener Bonifatius-Hospitals, Carsten Plagge (links), und Geschäftsführer Martin Diek erläutern die Pläne für einen Erweiterungsbau des Krankenhauses parallel zur Wilhelmstraße vor Ort. Das alte Einzelgebäude links, derzeit sind dort Büroräume des Krankenhauses, soll dann dafür abgerissen werden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der niedersächsische Krankenhausplanungsausschuss hat den vierten Bauabschnitt des Neubaus und der Sanierung der Pflege- und Funktionsbereiche am Bonifatius-Hospital Lingen zur baufachlichen Prüfung zugelassen. Die Maßnahmen umfassen ein Volumen von 34,8 Millionen Euro.

Damit beginnt laut einer Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung ein Verfahren, an dessen Ende der Ausschuss über das endgültige Fördervolumen berät. Das Bonifatius-Hospital plant, parallel zur Wilhelmstraße einen viergeschossigen Erweiterungsbau zu errichten. "2004 hatten wir 14.333 stationär aufgenommene Patienten. 2017 waren es schon 22.177", sagt Geschäftsführer Martin Diek. Daher bräuchte das Krankenhaus mehr Platz. Zwei Bereiche seien in den letzten Jahren stark gewachsen: die Intensivmedizin und die Zentrale Notaufnahme. Zudem platze der Kreißsaal bei rund 1300 Neugeborenen jährlich "aus allen Nähten".

Zunächst nur Grundrisse erstellt

Den aktuellen Stand der Planungen erläutert Carsten Plagge, technischer Leiter des Bonifatius-Hospitals: "Wir haben in Absprache mit den Fachabteilungen den Mehrbedarf ermittelt." Danach seien mögliche Grundrisse und Hüllen erstellt worden, die dem Antrag auf Erweiterung zugrunde liegen würden." Nachdem wir jetzt zur baufachlichen Prüfung zugelassen worden sind, wird es noch Monate dauern, bis die Baumaßnahme konkret ausgeplant ist." Dann würden die Unterlagen zur Prüfung eingereicht, die vom Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften vorgenommen würde. Dieses stelle fest, welche Kosten förderfähig seien.

Konkrete Planungen zur Erweiterung

Konkret plant das Bonifatius-Hospital im Erdgeschoss des Baus die Vergrößerung der Zentralen Notaufnahme. Die Intensivstation soll in das 1. Obergeschoss verlegt und ausgebaut werden. Damit würde sie auf einer Ebene mit dem Haupt-OP liegen. Zudem sollen weitere OP-Säle entstehen, was einen erhöhten Flächenbedarf für die Zentralsterilisation bedeutet. Im 2. Obergeschoss soll eine neue Geriatriestation gebaut werden, bei der auch die räumlichen und gestalterischen Anforderungen für dementiell erkrankte Menschen berücksichtigt werden. Der Ausbau des Kreißsaales wird sich in das 3. Obergeschoss des geplanten Erweiterungsbaus erstrecken. In allen Geschossen werden zudem zusätzliche Räume für Ärzte und Mitarbeiter sowie Untersuchungs- und Behandlungszimmer benötigt.

Diek: Nur die erste Hürde genommen

Geschäftsführer Diek macht darauf aufmerksam, dass mit der Zulassung zur baufachlichen Prüfung nur die erste Hürde für das Vorhaben genommen sei. Die Prüfung selbst werde länger dauern. Wenn dann der Krankenhausplanungsausschuss über die endgültige Förderung entschieden habe, müsse das Land nach Prioritäten entscheiden, wann es die Fördermittel bewillige. "Wir freuen uns jedoch, in die Prioritätenliste aufgenommen worden zu sein", erklärt Diek. Dafür danke er allen Beteiligten, insbesondere auch dem Lingener Landtagsabgeordneten Christian Fühner, der sich dafür in Hannover eingesetzt habe. 




Der Krankenhausplanungsausschuss

Neben dem für Gesundheit zuständigen Ministerium sind im Krankenhausplanungsausschuss des Landes die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft, die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen, die deutsche gesetzliche Unfallversicherung, der Landesausschuss des Verbandes der privaten Krankenversicherung sowie – mit beratender Stimme – die Ärztekammer Niedersachsen, die kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und das für Hochschulen zuständige Wissenschaftsministerium vertreten. Nach dem Niedersächsischen Krankenhausgesetz sind mit den unmittelbar Beteiligten bei der Aufstelllung und Fortschreibung des Krankenhausplans und bei der Aufstellung des Investitionsprogramms einvernehmliche Regelungen anzustreben. 

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