Machbarkeitsstudie vorgestellt Erweiterungsbau an Lingener Friedensschule geplant

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

An der Lingener Friedensschule soll 2019 ein Neubau entstehen. Eine Machbarkeitsstudie wurde jetzt im Schulausschuss der Stadt vorgestellt. Foto: Wilfried RoggendorfAn der Lingener Friedensschule soll 2019 ein Neubau entstehen. Eine Machbarkeitsstudie wurde jetzt im Schulausschuss der Stadt vorgestellt. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Eine Machbarkeitsstudie zu einem Erweiterungsbau der Lingener Friedensschule hat Dezernentin Monika Schwegmann in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Stadt vorgestellt. Zugleich soll die Situation des Busverkehrs dort verbessert werden.

Der Neubau soll als Versammlungs- und Theaterraum sowie als Mensa genutzt werden. Zudem sind zwei Orchesterräume, eine Mensaküche sowie die erforderlichen Nebenräume vorgesehen. Ein Vorentwurf der Verwaltung geht von einem zweigeschossigen Bau mit einer Nutzfläche von 944 Quadratmetern aus. "Der Entwurf ist eine Idee, noch keine exakte Planung", betonte Schwegmann. Die exakte Gebäudegröße werde später in einem Vergabeverfahren oder Architektenwettbewerb erarbeitet. "Der genaue Raumbedarf wird zur Zeit ermittelt", erklärte Schwegmann.

Neubau nahe am Schulgebäude

Im Ausschuss stellte die Dezernentin mehrere mögliche Standorte des Neubaus an der Friedensschule vor und wies auf die jeweiligen Vor- und Nachteile hin. Einhellig wurde von den Ausschussmitgliedern die Variante eines Neubaus nahe am Schulgebäude vor der Sporthalle angesehen. "Dies ermöglicht bei Großveranstaltungen eine gemeinsame Nutzung", wies Schwegmann auf einen Synergieeffekt hin. Zudem gebe es kurze Erschließungswege, der Zugang sei über vorhandene Wege und die Anlieferung über den vorhandenen Parkplatz möglich. Außerdem könne die Mensa an diesem Standort eine Außenterrasse erhalten. Einziger Nachteil: Die Feuerwehrzufahrt müsste verlegt werden.

3,1 Millionen Euro im Haushalt geplant

Im Altbau der Friedensschule könnten durch den Neubau auf einer Fläche von 308 Quadratmetern ein Unterrichtsraum für Inklusion und Differenzierung, ein Schlechtwetter-Pausenraum sowie eine Erweiterungsfläche für den Leerstundenaufenthalt und Betreuung entstehen. Schwegmann rechnet mit Kosten von rund 2,8 Millionen für den Neubau. Hinzu kämen weitere Kosten für die Erweiterung des Busbahnhofes und die Gestaltung der Außenanlagen. "Wir haben im Haushalt 2019 und in der mittelfristigen Finanzplanung 3,1 Millionen Euro dafür eingestellt", erklärte Schwegmann.

Hilling: Generalunternehmer beauftragen

Schulleiterin Ulla Maaß-Brüggemann zeigte sich grundsätzlich mit den Überlegungen der Verwaltung, die mit ihr abgestimmt waren, zufrieden. Kritisch äußerte sich Lehrervertreterin Magdalena Voß im Schulausschuss: "Mir fehlen bei dem Konzept zusätzliche Klassenräume." CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling erklärte, dass die Schule attraktiv bleiben müsse und die Baumaßnahme deshalb wichtig sei. "Derzeit befinden sich zwei Klassenräume der Friedensschule in Containern. Das sollten wir mit abarbeiten", sagte Hilling. Er schlug vor, auch angesichts der nicht unbegrenzten personellen Kapazitäten im Baubereich der Verwaltung, zu prüfen, ob die Beauftragung eines Generalunternehmers für Planung und Bau nicht kostengünstiger sei. Ausschussvorsitzender Hermann-Otto Wiegmann (SPD) forderte, unbedingt 2019 mit der Baumaßnahme zu beginnen. "Wäre es nach meiner Fraktion gegangen, wäre schon längst damit angefangen worden", betonte der Sozialdemokrat.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN