Treffen in der Kochwerkstatt Technikdinner der Jungingenieure in Lingen voller Erfolg

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Gute Symbiose: Die Jungingenieure Bernhard Schepers und Stefan Krummen freuen sich mit Nils Laschet von der Kochwerkstatt und den Vortragenden Maik Schmeltzpfenning und Dr. Dominik Schlotz über das dritte gelungene Technikdinner (von links). Foto: VDIGute Symbiose: Die Jungingenieure Bernhard Schepers und Stefan Krummen freuen sich mit Nils Laschet von der Kochwerkstatt und den Vortragenden Maik Schmeltzpfenning und Dr. Dominik Schlotz über das dritte gelungene Technikdinner (von links). Foto: VDI

Lingen . Das Technikdinner des Vereins Deutscher Ingenieure hat sich als Format bewährt. Die Jungingenieure hatten in Lingen-Bramsche zu Tisch gebeten.

Durchweg zufrieden sind die Organisatoren des nunmehr dritten Technikdinners des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Der Arbeitskreis für Studenten und Jungingenieure im Bezirksverein Osnabrück-Emsland hat das Format im Herbst letzten Jahres ausprobiert und aufgrund des durchschlagenden Erfolgs als festen Programmpunkt aufgenommen. Das Team um Stefan Krummen und Bernhard Schepers hat laut Pressemitteilung auch bei der dritten Auflage alle 30 Plätze in der Kochwerkstatt von Holger Laschet in Lingen-Bramsche vollständig besetzen können. Der Vortrag von Dominik Schlotz, der die Firma Altair aus Hamburg vertrat, und Maik Schmeltzpfenning, Projektingenieur am Institut für duale Studiengänge am Campus Lingen über 3-D-Druck weckte das inhaltliche Interesse der Teilnehmer.

„Unser Konzept ist ganz einfach: Wir bieten interessante Vorträge in angenehmen Ambiente“, begrüßte Krummen die Gäste. Während das Team der Kochwerkstatt im Hintergrund das Essen zubereitete, führte Schmeltzpfenning zunächst in das Thema additive Fertigung aus Metall, auch Rapid Prototyping oder landläufig 3-D-Druck genannt, ein. 

Produktkomplexität steigt stetig

Schlotz erläuterte, wie die Firma Altair mit Softwarelösungen den Einsatz der additiven Fertigung optimiere. „Die Produktkomplexität steigt stetig. Mittels computer-aided engineering – kurz CAE – kann man dieser Komplexität gerecht werden“, betonte er. Die gefertigten Teile gingen in Richtung bionischer (also naturnaher) Strukturen. „Das Material wird so gestreut, dass die möglichen Lasten bestmöglich verteilt werden“, ergänzte der Hamburger. CAD-Systeme (computer-aided design), mit denen Ingenieure bislang vor allem konstruierten, seien allerdings weit entfernt von bionischen Strukturen. 

Die durch CAE stark gerundeten Flächen könne man exportieren und wiederum in CAD-Systeme einlesen, so dass Konstrukteure damit weiterarbeiten könnten. Anwendungsbeispiele brachte Schlotz sowohl aus der Weltraumtechnik als auch aus dem Landmaschinenbau.

Eine Veranstaltung zum Netzwerken

Als „sehr interessantes Format“ betrachteten Christian Sauerwald und Alexander Klingebiel das Technikdinner. Die Maschinenbaustudenten hätten über Facebook davon erfahren und seien zu viert aus Osnabrück gekommen. Stammgast ist Andreas Geißler. Der freiberuflich tätige Sachverständige aus Lingen findet die Veranstaltung „super zum Netzwerken“. Oliver Höfert, Entwicklungsingenieur bei der Firma Kampmann, war insbesondere an dem Vortrag von Schlotz interessiert, da seine Firma dieselbe Software anwende, aber auch, „um über den Tellerrand zu schauen“. „Ich finde es super, dass die Vorträge sehr technisch sind und Ingenieure wirklich ansprechen“, meinte Myriam Erath, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für duale Studiengänge tätig ist.

„Wir haben die Ingenieure vom VDI gerne hier. Sie und ihre Vorträge sind genauso innovativ wie das, was wir hier in der Kochwerkstatt machen, und wir hören ihnen beim Kochen gerne zu. Das ist eine gute Symbiose“, freute sich Holger Laschet darüber, dass die Jungingenieure inzwischen Stammgäste bei ihm sind. „Die Teilnahme am Technikdinner kostet 20 Euro für Mitglieder des VDI. Nichtmitglieder zahlen 50 Euro. Wir machen weiter!“, lädt Krummen zum vierten Technikdinner ein. Kontakt und Informationen über suj-lingen@vdi.de


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