Schule leiten: Fortbildung im LWH Lehrerin: Wenn ich es mache, dann richtig

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Der Gang ins Lehrerzimmer - als Teil des Kollegiums oder an deren Spitze? Damit verbunden sind unterschiedliche Aufgaben. Foto: dpaDer Gang ins Lehrerzimmer - als Teil des Kollegiums oder an deren Spitze? Damit verbunden sind unterschiedliche Aufgaben. Foto: dpa

Lingen. "Kann ich das? Will ich das? Ich mache es". So lautet die Unterzeile der Fortbildungsreihe "Schule leiten" für Lehrerinnen und Lehrer aus der Region, die mit dem Gedanken spielen, eine Leitungsfunktion in der Schule zu übernehmen. Wie die 15, die sich in der vergangenen Woche im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen trafen.

Konzipiert hat die Reihe, die 2016/17 zum ersten Mal stattgefunden hatte, das Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung am LWH unter der Leitung von Judith Hilmes. Der Impuls dazu geht auf den früheren Leiter der Waldschule in Emsbüren-Leschede, Günter Fiening und dem ehemaligen Regierungsschuldirektor Heiner Reinert zurück. Fiening hatte 2015 das Netzwerk Schulleitungen mit dem Ziel gegründet, damit einen Beitrag zur möglichst schnellen Besetzung von freigewordenen Leitungsstellen zu leisten. Finanziert wird die Fortbildung aus Mitteln der "Bildungsregion Emsland".

Schulleitung und Familie vereinbaren?

Die junge Lehrerin in der Runde ringt noch mit sich und ihrer Entscheidung, ob sie die Leitung in der Schule übernehmen soll. Sie unterrichtet an einer Grundschule im Emsland. Der Rektor geht demnächst in den Ruhestand. "Alle gehen davon aus, dass ich es machen werde", erzählt sie. Aber sie habe auch zwei Kinder. Lasse sich beides, Schulleitung und Familie, vereinbaren? "Wenn ich es mache, dann will ich es auch richtig machen", sagt sie.

Um genau diese Fragen geht es in der auf drei Modulen basierenden Fortbildungsreihe. Referent ist Schulentwicklungsberater Stefan Niemann, der selbst Rektor im Schuldienst war und aus eigener Erfahrung den Fragenkatalog kennt: Welche Erwartungen werden an mich in der Führungsposition gestellt, welche Stärken zeichnen mich aus, wie passt die Führungsaufgabe in mein privates Umfeld? Die Fortbildung ist ergebnisoffen. "Der Kurs ist nicht dazu da, freie Stellen zu besetzen", betont Fiening. Wenn sich am Ende jemand dagegen entscheide, sei dies auch in Ordnung und zu respektieren.

Austausch ist wichtig

Der Austausch untereinander und mit Mitgliedern aus dem Leitungsteam des Netzwerkes Schulleitungen sowie die Art und Weise, wie Niemann Begeisterung für Bildungsvermittlung in leitender Funktion vermitteln kann, bleibt auch auf diese Kursteilnehmer nicht ohne Wirkung. "Das Seminar hat viel mit mir gemacht", meint eine Pädagogin. Sie könne sich inzwischen eine solche Aufgabe gut vorstellen. "ich möchte selber gestalten", freut sich ein junger Pädagoge auf seine künftige Aufgabe als Grundschulleiter.

Die Herausforderungen und auch die Schwierigkeiten, die mit einer solchen Leitungsfunktion in der Schule verbunden sind, werden in der Fortbildungsreihe nicht klein geredet. Aber eben auch nicht groß. Eine positive Grundeinstellung sei wichtig, meint der Leiter der Grundschule am Feldkamp in Salzbergen, André Steinforth.  Und sich bewusst zu machen, wie wichtig das "Managen von Bildung" sei und der eigene Anteil daran sein könne, heißt es in der Runde.


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