Gestiegene Personalkosten Stadt Lingen erhöht Zuschüsse für soziale Dienste

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Mehr Geld bezahlt die Stadt Lingen in den kommenden Jahren an soziale Einrichtungen. Grund sind gestiegene Personalkosten. Symbolfoto: dpaMehr Geld bezahlt die Stadt Lingen in den kommenden Jahren an soziale Einrichtungen. Grund sind gestiegene Personalkosten. Symbolfoto: dpa

Lingen. Die Stadt Lingen erhöht ihren jährlichen Zuschuss für diverse soziale Einrichtungen in der Stadt. Grund dafür sind gestiegene Personalkosten. Entsprechende Beschlüsse hat jetzt einstimmig der Ausschuss für Familie, Soziales und Integration gefasst.

Dem Beschluss zufolge erhalten der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) und der Katholische Verein für Soziale Dienste (SKM) in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 mehr Geld als bisher. Für das  Freiwilligenzentrum verlängerte der Ausschuss den seit Jahren üblichen Zuschuss zu den Personalkosten in Höhe von 30 Prozent um ein weiteres Jahr. In allen Fällen gilt die Zusage vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im städtischen Haushalt.

Tariferhöhung

Sowohl der SKF als auch der SKM hatten die Erhöhung bei der Stadt beantragt und dies mit gestiegenen Personalkosten aufgrund der Anhebung des Caritas-Tarifabschlusses für Niedersachsen und Bremen begründet. In beiden Fällen erhöht die Stadt ihre Zuwendung um 5,62 Prozent. Der SKF erhält somit für zwei Jahre jeweils 5800 Euro zusätzlich zu den seit 2016 üblichen rund 102.250 Euro pro Jahr. Beim  SKM beläuft sich der befristete erhöhte Zuschuss auf 15.300 Euro pro Jahr zusätzlich zu den ebenfalls seit 2016 festgeschriebenen rund 271.820 Euro jährlich.

Tätigkeitsbereiche von SKF und SKM

In beiden Fällen begründet der Ausschuss seine Entscheidung damit, dass die Einrichtungen im Rahmen der Daseinsfürsorge seit Jahren die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen. Dazu gehören beim SKF unter anderem Schwangerschaftsberatung, Adoptionsvermittlung, das Frauen- und Kinderschutzhaus sowie die Biss-Stelle zur Intervention bei häuslicher Gewalt. Der SKM engagiert sich unter anderem in der Betreuung Obdachloser, in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit, als Anlaufstelle für Straffällige, im Täter-Opfer-Ausgleich und als Schuldnerberatung.

Aufgaben des Freiwilligenzentrums

An den nachgewiesenen Personalkosten des Freiwilligenzentrums beteiligt sich die Stadt Lingen seit Jahren mit 30 Prozent. Da auch beim Freiwilligenzentrum Tarifverträge greifen, kalkuliert die Stadt mit einer Erhöhung ihres jährlichen Zuschusses um 1700 Euro auf rund 21.600 Euro. Kernaufgabe des Freiwilligenzentrums ist die die Verständigung und Zusammenführung zwischen an freiwilligen Diensten  interessierten Bürgern und den suchenden Einrichtungen. Laut Stadt beteiligen sich rund 400 Ehrenamtliche an den verschiedenen Projekten. Dazu zählen unter anderem der Besuchsdienst für Senioren, Familienpaten, Integrationslotsen, Lernhhelfer und das Projekt Kivelingsspielplatz.



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