Wahlen im südlichen Emsland Rund 500 bewerben sich für Gremien in der Kirche

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Werben für eine gute Beteiligung bei den Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatswahlen am Wochenende: Dekanatsreferent Holger Berentzen und Dechant Thomas Burke (von links). Foto: Thomas PertzWerben für eine gute Beteiligung bei den Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatswahlen am Wochenende: Dekanatsreferent Holger Berentzen und Dechant Thomas Burke (von links). Foto: Thomas Pertz

Lingen. Am kommenden Samstag und Sonntag finden in insgesamt 31 Kirchengemeinden des südlichen Emslandes Wahlen für den Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderat statt.Rund 500 Männer und Frauen kandidieren.

Exakt sind es 483, hinzu kommen neun für die sogenannte Kapellengemeinde Estringen, die zur St. Bonifatius-Gemeinde gehört. Also sind es insgesamt 492, eine Zahl, der Dechant Thomas Burke und Dekanatsreferent Holger Berentzen viel Positives abgewinnen können. Anders als von ihnen anfangs befürchtet, sei es überhaupt kein Problem gewesen, in den einzelnen Kirchengemeinden Kandidatinnen und Kandidaten für die kirchlichen Gremien zu finden, sagten Burke und Berentzen in einem Gespräch mit der Redaktion. 

Verjüngung in den Gremien

"Das sind fast 500 Menschen, die sich in den Kirchengemeinden ehrenamtlich engagieren wollen", freute sich Burke. Auch sei es in den Kirchengemeinden gelungen, eine gute Mischung von erfahrenen und neuen Kandidaten, quer über alle Alters- und Berufsgruppen hinweg, zu finden. Den Worten der beiden Kirchenvertreter zufolge ist insgesamt eine Verjüngung bei den Kandidatinnen und Kandidaten festzustellen. Waren die Ämter in früheren Jahren eher an Ruheständler geknüpft, sind es heute häufiger Berufstätige. "Und es gibt mehr Frauen, die für den Kirchenvorstand kandidieren, der früher eine reine Männerdomäne war", betonte Berentzen.

„Deine Stimme – deine Kirche“, so lautet das Leitwort der Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatswahlen am 10. und 11. November im Bistum Osnabrück. „Unser Bistum ist geprägt von einer ‚Kirche der Beteiligung’“, so Bischof Franz-Josef Bode in einem Aufruf zur Wahl. Es gebe viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. Das gelte sowohl für die Kandidaten, als auch für die Wähler.

Unterschiedliche Aufgaben

Um welche Gremien geht es? Der Kirchenvorstand ist zuständig für die finanziellen und verwaltungsmäßigen Angelegenheiten einer Kirchengemeinde. Dazu gehören zum Beispiel der Betrieb von Kindertagesstätten oder die Vermietung und Verpachtung kirchlicher Immobilien. Der Pfarrgemeinderat kümmert sich um seelsorgerische Angebote, um Begegnungen und Feste, um soziales Engagement in der Kirchengemeinde.

67796 Wahlberechtigte

Insgesamt sind 67.796 Katholiken im Dekanat Emsland-Süd aufgerufen, am Samstag oder Sonntag ihren Stimmzettel abzugeben. Für die Wahl der Pfarrgemeinderatsmitglieder sind im Grunde durch das Familienwahlrecht alle wahlberechtigt. Für die Wahl der Kirchenvorstandsmitglieder sind alle Gemeindemitglieder berechtigt, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Ob im Kirchenraum oder im Pfarrzentrum - die Abgabe der Stimme ist von Ort zu Ort unterschiedlich geregelt. Oft werden auch "Wahlpartys" organisiert. Eine große Wahlbeteiligung – das ist ein gemeinsamer Wunsch von Burke und Berentzen. "Sie stärkt die Leute, die kandidieren", betonte Berentzen. Je mehr zur Wahl gehen, desto größer sei der Rückhalt für die Gewählten für ihre künftigen Aufgaben. 

Schwerpunktthema Kitas

Wo liegen diese? "Ein Schwerpunkt wird sicherlich das Thema Kindertagesstätte werden", verwies Burke auf die aktuelle Entwicklung hin zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze für die Kleinsten. Hier bietet sich nach seinen Worten für die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte gleichermaßen ein Betätigungsfeld."Es geht hier ja auch darum, wie wir Familien am Gemeindeleben beteiligen können, die ihre Kinder in den katholischen Kindergarten angemeldet haben", sagte Burke. Daneben gehe es in der Arbeit der beiden Gremien auch um den erweiterten Blick über den Kirchturm hinaus, meinte Berentzen. "Wir bieten als Kirche viel Gutes an, da müssen wir den Kopf nicht in den Sand stecken", meinte er.



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