Zuschuss der Stadt Frauenschutzhaus Lingen wird barrierereduziert umgebaut

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der SKF Lingen berät in diesen Räumen an der Burgstraße in Lingen. In der Innenstadt betreibt der katholische Sozialdienst auch ein Frauen- und Kinderschutzhaus. Foto: Thomas PertzDer SKF Lingen berät in diesen Räumen an der Burgstraße in Lingen. In der Innenstadt betreibt der katholische Sozialdienst auch ein Frauen- und Kinderschutzhaus. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Der SKF Lingen wird sein Frauen- und Kinderschutzhaus barrierereduziert aus- und umbauen. Die Kosten von voraussichtlich rund 140.000 Euro werden zu rund 90 Prozent durch Fördermittel des Landes Niedersachsen getragen. Die restlichen zehn Prozent übernimmt die Stadt Lingen.

Den städtischen Zuschuss hat jetzt einstimmig der Ausschuss für Familie, Soziales und Integration auf den Weg gebracht - unter dem Vorbehalt, dass das Geld im Haushalt 2019 bereitgestellt wird.

Neuordnung der Räume

Was mit dem Geld geschehen soll, hatte zuvor die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) Lingen, Marita Theilen, dem Gremium vorgestellt. Unter anderem soll die Einrichtung in der Innenstadt eine Rampe und eine elektrische Tür erhalten, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Im Inneren des Hauses werden darüber hinaus diverse Räume verlegt und umgebaut. Dazu zählt unter anderem der Einbau breiterer Türen. Außerdem soll die Küche verlegt werden, da sie in ihrer jetzigen Form und Lage nicht behindertengerecht umgebaut werden kann. Die Neuordnung der Räume sowie ein Anbau führen laut Theilen dazu, dass sich das Platzangebot um eines auf künftig neun Zimmer erhöht. Der Anbau, der als Wohnzimmer genutzt werden kann, vergrößert das Gebäude im Erdgeschoss und erhöht laut Theilen den Wert der städtischen Immobilie. Weitere Kosten, beispielsweise für neue Möbel, wird der SKF laut Theilen aus eigenen Mitteln bestreiten.

Arbeiten beginnen im Januar 2019

Mit der Ausschreibung der Bauarbeiten will der SKF im Januar kommenden Jahres beginnen, um dann zeitnah mit den eigentlichen Arbeiten beginnen zu können. Der Um- und Ausbau muss den Förderbedingungen des Landes zufolge zufolge bis zum 31. Dezember 2019 komplett abgeschlossen sein.

Platz für neun Frauen

Der SKF betreibt die Einrichtung seit rund 30 Jahren. Insgesamt können dort acht - künftig neun - Frauen mit und ohne Kinder untergebracht werden, die Schutz in Konflikt- und Gewaltsituationen suchen. Laut Theilen liegt die Auslastung des Frauen- und Kinderschutzhauses in Lingen über die Jahre zwischen 72 und 77 Prozent. Zeitweise gebe es sogar Anfragen von Schutz suchenden Frauen von außerhalb.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN