Mähroboter werden getestet Lingener Sportplätze sollen automatische Bewässerungsanlagen bekommen

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Mit solchen Versenkregnern sollen schrittweise alle Fußballplätze in der Stadt Lingen ausgestattet werden. Foto: Werner Scholz

Foto © Picturepower / ScholzMit solchen Versenkregnern sollen schrittweise alle Fußballplätze in der Stadt Lingen ausgestattet werden. Foto: Werner Scholz Foto © Picturepower / Scholz

Lingen. Die Fußballplätze in der Stadt Lingen sollen schrittweise mit automatischen Bewässerungsanlagen ausgestattet werden. Zudem wird der Einsatz von Mährobotern getestet. Einen entsprechenden Auftrag hat der Sportausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig der Verwaltung erteilt.

Ausschussvorsitzender Uwe Dietrich (CDU) erklärte, seine Fraktion werde im Finanzausschuss beantragen, für das Haushaltsjahr 2019 180.000 Euro und 2020 120.000 Euro für den Bau der automatischen Bewässerungsanlagen in den städtischen Haushalt einzustellen. Davon sollten in den Lingener Sportzentren zunächst jeweils zwei Rasenplätze mit solchen Anlagen ausgestattet werden. "Die Platzwarte hantieren mit teilweise Jahrzehnte alten Anlagen herum", begründete Dietrich den Vorschlag der CDU. Zudem werde es immer schwieriger, ehrenamtliche Platzwarte zu finden, die die Schläuche der manuellen Beregnungsanlagen von einem Platz zum nächsten schleppen würden.       

Kosten im Auge behalten

Robert Koop (Bürgernahe) regte an, direkt sämtliche Rasenplätze eines Sportzentrums mit automatischen Anlagen zu versehen, "sonst fährt da immer noch jemand mit dem Schlauchwagen rum". Dirk Meyer (FDP) schloss sich dieser Auffassung an. Stefan Heskamp (CDU) betonte, bei 40 Rasenplätzen in Lingen müsse man die Kosten im Auge behalten: "Einen dritten oder vierten Platz in jedem Sportzentrum auszustatten, wäre wünschenswert, aber da müssen wir etwas auf die Bremse treten. Alle zu machen, wäre ein bisschen viel." Auch Ralf Plaggenborg (SPD) hielt es für eine Utopie, sich an alle Anlagen gleichzeitig zu wagen. Über die Frage, ob und wie sich die Ortsteile an den Kosten beteiligen würden, sei noch nicht gesprochen worden, sagte Sportdezernentin Monika Schwegmann auf Nachfrage von Koop.

Erste Erfahrungen zu Kosten sammeln

"Wir werden sehen müssen, was die Unterhaltung kostet. Wir gewinnen gerade Erfahrungen mit einer solchen Anlage in Biene", erklärte Schwegmann auf Nachfrage von Koop. In der Anschaffung würde eine Anlage zwischen 15.000 und 20.000 Euro kosten. In ihrer schriftlichen Stellungnahme hatte die Verwaltung die Kosten für die Ausstattung aller Rasenspielfelder in Lingen zwischen 525.000 und 700.000 Euro beziffert. Frank Botterschulte, Fachbereichsleiter Bildung, Jugend und Sport, betonte ebenfalls den erheblich geringeren Aufwand für die ehrenamtlichen Platzwarte durch die automatischen Anlagen. Daher kämen für deren Verlegung zunächst die Sportzentren ohne städtischen Platzwart in Betracht.

Mähroboter testen

2019 soll zudem der Einsatz eines Mähroboters auf einem Rasenplatz getestet werden. Dies solle auf einem Platz geschehen, der bereits über eine automatische Versenkregneranlage verfügt. Zur Lebensdauer und den Betriebskosten eines solchen Gerätes gebe es noch keine Erfahrungen, erklärte Botterschulte auf Nachfrage unserer Redaktion. "Die Herstellerangaben sind da oft großzügig", meinte der Fachbereichsleiter. Die Anschaffungskosten für einen Mähroboter betragen laut Verwaltung zwischen 10.000 und 15.000 Euro.


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