Workshop im LWH Keine Angst vor dem Abi: Workshop in Lingen

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Erarbeitete eigene Lernstrategien gegen Prüfungsängste: der 12. Jahrgang des Lingener Franziskusgymnasiums. Foto: FranziskusgymnasiumErarbeitete eigene Lernstrategien gegen Prüfungsängste: der 12. Jahrgang des Lingener Franziskusgymnasiums. Foto: Franziskusgymnasium

Lingen. Wer kennt sie nicht: die Angst vor einer Prüfung. Der 12. Jahrgang des Franziskusgymnasiums in Lingen hat an einem Workshop im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) teilgenommen, bei dem es darum ging, sich angesichts der bevorstehenden Abiturprüfungen gerade nicht von Angst so vereinnahmen zu lassen, dass der persönliche Erfolg und die selbst gesteckten Zielsetzungen darunter zu leiden haben.

Unter dem Thema „Keine Angst vorm Abi“ drückten die 118 angehenden Abiturienten des Abschlussjahrgangs nicht die gewohnte Schulbank, sondern erhielten einer Mitteilung der Schule zufolge im LWH von Regina Wahl und Henning Czech, Lern-Coaches an der Universität Osnabrück, Tipps und Tricks in Sachen Lernstrategien, Zeitmanagement und Eigenmotivation.

Zunächst wurde anhand des  "Drei-Schichtenmodells selbstreguliertes Lernens" ein theoretisches Grundgerüst vermittelt, anhand dessen der einzelne Schüler sein Lernen zu reflektieren vermag. Die für das Lernen zentralen Aspekte wurden anhand von verschiedenen Bildern und Alltagssituationen veranschaulicht: Da wurden die Schüler aufgefordert, sich Teilbelohnungen für erreichte Zwischenziele auszudenken, die es wie Marshmallows zu genießen galt.

Beispiele: Die Organisation einer Grillparty für 30 Personen kann helfen, ein Gefühl für das richtige Zeitmanagement bei der Bewältigung von Arbeitspaketen zu bekommen. Das Bild des Elefantenplakates dient den angehenden Abiturienten der Veranschaulichung, dass es wichtig ist, die Arbeitspakete möglichst so zu schnüren, dass sie in überschaubarer Zeit gut zu bewältigen sind. 

Strategien gegen "Aufschieberitis"

Solche Strategien würden der Krankheit der „Aufschieberitis“ vorbeugen, so die Workshopleiter.  Einer solchen Krankheit erliegt jemand, der sich, bevor es ans Lernen geht, lieber noch einmal von den sozialen Netzwerken, dem Youtuben oder Onlineshopping sowie interessanten Serienstaffeln verführen lässt. Die Referenten empfahlen dem Jahrgang verschiedene "Medikamente": Da tue eine Visualisierungsstrategie gut, die Dinge optisch in den Blickfang bringe. In einem selbst erstellten Ampelsystem könne der einzelne die Farben Rot, Gelb und Grün bei den Lernstoffen setzen, die im Lernfortschritt noch gar nicht, in etwa oder aber schon sehr gut den gesetzten Zielen entsprechen würden.

Und was ist zu tun, wenn es trotz guter Vorsätze mit dem Lernen nicht läuft, weil die Gedanken immer wieder abschweifen? Auch in diesem Punkt gaben Regina Wahl und Henning Czech ganz praktische Tipps: Oft helfe, einfach mal die Gedanken zu Papier bringen, die im Kopf umherschwirren. Ein Break im Sinne einer bewussten Wahrnehmung der eigenen Atmung könne ebenfalls gewünschte Erfolge bringen.

Am Ende zeigte die Reflexion des Gehörten der Mitteilung zufolge, dass für die Schüler der Tag viele neue Aspekte gebracht hatte, die es nun umzusetzen gelte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN