Infoveranstaltung am Montag Seniorenverein Gelingen bietet zwei Leuchtturmprojekte

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Eva Paetzold lädt zur Informationsveranstaltung für die Leuchtturmprojekte des Vereins Gelingen ein. Foto: Christiane AdamEva Paetzold lädt zur Informationsveranstaltung für die Leuchtturmprojekte des Vereins Gelingen ein. Foto: Christiane Adam

Lingen. Eines von 50 Leuchtturmprojekten hat der Lingener Seniorenverein Gelingen gewonnen. „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ lautete der Ausschreibungstitel der Bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen), auf den sich Eva Paetzold mit zwei Unterprojekten beworben hat – mit Erfolg. Eine Infoveranstaltung dazu gibt es am Montag.

Die zwei Unterprojekte tragen die Titel „Brücken bauen“ und „Übergänge“. Paetzold zeichnet im Verein für den Bildungsbereich verantwortlich. Die studierte Sozialarbeiterin erläutert, worum es in den beiden Projekten gehen wird: „Beim Projekt „Brücken bauen“ sollen jüngere und ältere Menschen etwas miteinander machen. Jung lernt von Alt, Alt lernt von Jung. Dabei sind beide zugleich Lernende und Lehrende.“ Als Kooperationspartner bringen sich der Stadtteiltreff Stroot und der Alte Schlachthof ein. Die acht Treffen moderiert Alexandra Rumpf. Die 27-jährige studiere in Vechta Gerontologie, habe bereits ein Praktikum bei Gelingen absolviert und sei dem Seniorenverein als Ehrenamtliche erhalten geblieben.

Inhalte könnten beispielsweise Musik und Tanz sein, also alte und neue Tänze. Oder gemeinsames Kochen, nach dem Motto „Alte Hasen kochen mit jungem Gemüse“, Spaziergang in die Vergangenheit, Konsolenspiele und Brettspiele etc. „Es sind acht Treffen geplant, die vermutlich donnerstags stattfinden werden. Für Kuchen und Getränke sowie Materialien fällt eine Umlage an, sonst entstehen für die Teilnehmer keine Kosten“, führt Paetzold aus. „Nicht so mobile Menschen können wir auf Wunsch abholen“, ergänzt sie.

Das zweite Projekt wird Paetzold selber moderieren. Es trägt den Titel „Übergänge“, und genau darum geht es: „Ältere Menschen sind oftmals von Veränderungen betroffen, gegen die sie sich nicht wehren können“, erläutert die Sozialtherapeutin und meint damit den Tod wichtiger Bezugspersonen, das Ausscheiden aus dem Berufsleben oder Umzüge in Pflegeeinrichtungen. „Nicht jeder kann gut damit umgehen. In diesem Workshop möchten wir eigene Ressourcen und Kraftquellen auftun, um Fähigkeiten und Perspektiven zu entwickeln.“ Dabei möchte Paetzold mit der Methode Salutogenese arbeiten.

Gefördert werden die Leuchtturmprojekte vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Am kommenden Montag findet in den Vereinsräumen von Gelingen, Lookenstraße 10, um 16 Uhr eine Informationsveranstaltung zu beiden Workshops statt. Fragen werden außerdem  unter Tel. 0591/97787194 bzw. per E-Mail unter neu-gelingen@web.de beantwortet.


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