Botschaft von Toleranz Psalm 2016 – Oratorium in der Bonifatiuskirche Lingen

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Theater-Oratorium Psalm 2016 wird in Lingen aufgeführt. Foto: Achim PohlTheater-Oratorium Psalm 2016 wird in Lingen aufgeführt. Foto: Achim Pohl

Lingen. Das beim Katholikentag 2016 in Leipzig erstmals aufgeführte Theater-Oratorium „Psalm 2016“ von Komponist und Musiker Gregor Linßen kommt nach Lingen. Es wird am Samstag, 17. November, um 19.30 Uhr in der Kirche St. Bonifatius in Lingen, Burgstraße, aufgeführt.

„Psalm 2016“ ist eine wort- und bildgewaltige Inszenierung. Im Mittelpunkt des Theater-Oratoriums steht eine neue Vertonung der Psalmen, die als Spiegel der menschlichen Lebenserfahrungen gedeutet werden. „Psalm 2016“ setzt sich mit den Ängsten, die Menschen entwickeln, wenn sich kulturelle, wirtschaftliche und religiöse Unterschiede ergeben, auseinander. In den Liedern sind Psalmen verarbeitet, die in direktem Bezug zum Schauspiel stehen. Darin erlebt ein von sich eingenommener Mensch einen Moment des Erzitterns seiner Welt. Kurz danach begegnet er einer deutschen Frau, die mit einem in Deutschland geborenen Iraner verheiratet ist. Es entspinnt sich ein Dialog über die Frage: Wer oder was macht meine Welt kaputt?

Vielfalt der Religionen

Die Psalmen und Lieder klingen vor diesem Hintergrund wie eine Kommentierung der Gedanken und eine Fortführung des Geschehens. Behutsam verwandelt Gregor Linßen die Psalmen in begeisternde Lieder. Er verbreitet in seiner einzigartigen, begeisternden Art die Botschaft von Toleranz und Religionsfreiheit, ohne seine Verwurzelung in der christlichen Kultur zu verbergen. Nicht umsonst gilt das Buch der Psalmen Juden, Muslimen und Christen gemeinsam als Heilige Schrift. Linßen setzte die Bibel in Beziehung zu existenziellen Fragen der Menschen, zur Vielfalt der Religionen, zum erfahrbaren oder eben nicht erfahrbaren Gott. „Psalm 2016“ ist ein begeisterndes, rhythmisches, anderthalbstündiges Werk über die Hoffnungen und Grenzen der Religionen angesichts der menschlichen Grenzen und Hoffnungen.

Fast 100 Sängerinnen und Sängern

Die musikalische Besetzung sieht Streicher, Klavier, Gitarre, Bass, Orchesterperkussion, die Gruppe AMI, den Projektchor Alcanto mit fast 100 Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland, von Freiburg bis Borkum, unter der Leitung von Gregor Linßen vor. Den Schauspielpart übernimmt das Theater Gildenast aus Gelsenkirchen.

Gregor Linßen gilt als “der zur Zeit bedeutendste Vertreter des Neuen Geistlichen Lieds” (FAZ) und lässt sich dennoch nicht auf dieses Genre reduzieren. Seine Konzerte sind Gottesdienste, seine Lieder Verkündigung der frohen Botschaft. Er selbst sagt: „Das Innerste, was mir bei einem Lied wichtig ist, ist der Text, das Begreifen von Inhalten.“

Freier Eintritt

Gefördert wird die Lingener Aufführung vom Verein „Andere Zeiten“, von der Stiftung Herzog von Arenberg, vom Bistum Osnabrück, von der Stadt Lingen, vom Landkreis Emsland, von der Emsländischen Landschaft  mit Mitteln des Landes Niedersachsen. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende am Ende der Aufführung wird gebeten. Veranstalter ist das Dekanat Emsland-Süd und die Stadtpastoral Lingen „Kirche Leben in Lingen“.


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