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31.10.2018, 19:15 Uhr VOM FLÜCHTLINGS- ZUM STUDENTENWOHNHEIM

Win-win-Situation für Stadt Lingen und Studentenwerk

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Das Beispiel, diese leerstehende Flüchtlingsunterkunft in der Lingener Wilhelm-Berning-Straße als Studentenwohnheim zu nutzen, könnte Schule machen. Foto: Wilfried RoggendorfDas Beispiel, diese leerstehende Flüchtlingsunterkunft in der Lingener Wilhelm-Berning-Straße als Studentenwohnheim zu nutzen, könnte Schule machen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Eine leerstehende Flüchtlingsunterkunft in ein Studentenwohnheim umzuwandeln, ergibt für die Stadt Lingen genauso Sinn, wie dazu das Studentenwerk Osnabrück als Partner zu nehmen, meint unser Kommentator.

Studierende suchen in Lingen nach bezahlbaren Zimmern und Flüchtlingsunterkünfte stehen leer: Ein Flüchtlings- in ein Studentenwohnheim umzuwandeln liegt da geradezu auf der Hand.

Dass die Stadt Lingen dieses nicht selbst betreibt, sondern sich mit dem Studentenwerk Osnabrück einen kompetenten Partner gesucht hat, ist eine vernünftige Entscheidung. Die Vermietung an Studierende unterscheidet sich, beispielsweise wegen der häufigeren Mieterwechsel, deutlich von der an einen anderen Personenkreis. Die Stadt tut gut daran, ihre Verwaltung nicht wegen sechs Plätzen für Studierende mit Aufgaben zu belasten, mit denen sie keine Erfahrung besitzt. Für die Abteilung „Studentisches Wohnen“ des Studentenwerkes sind diese Aufgaben hingegen Routine.

Zudem ist der Betrieb des Wohnheims durch das Studentenwerk eine Win-win-Situation: Die Stadt hat bei verlässlichen Einnahmen eine sinnvolle Nachnutzung für die leerstehende Flüchtlingsunterkunft gefunden. Und das Studentenwerk kann weiteren günstigen Wohnraum für Studierende des Campus Lingen anbieten. Sollte der Bedarf an Flüchtlingsunterkünften weiter sinken, darf dieses Beispiel ruhig Schule machen.


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