Arbeitskreis und Jugendfeuerwehr geehrt Stadt Lingen vergibt Umweltpreis nach Clusorth-Bramhar und Bramsche

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Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone übergab den Umweltpreis 2018 der Stadt Lingen im Ratssitzungssaal. Foto: WIlfried RoggendorfLingens Oberbürgermeister Dieter Krone übergab den Umweltpreis 2018 der Stadt Lingen im Ratssitzungssaal. Foto: WIlfried Roggendorf

Lingen. Die Stadt Lingen hat ihren mit 1500 Euro dotierten Umweltpreis 2018 an die Jugendfeuerwehr Bramsche und den Arbeitskreis "Ortstypische Bepflanzung" sowie Olaf Raue aus Clusorth-Bramhar vergeben. Oberbürgermeister Dieter Krone hielt im Anschluss an die jüngste Ratssitzung die Laudatio für beide Preisträger.

"Sie sind eine Gruppe junger Lingener, die den Umweltgedanken weitergeben und so ein Vorbild für Schulkameraden und Erwachsene gleichermaßen sind", wandte sich Krone an die Mitglieder der Bramscher Jugendfeuerwehr. Die Gruppe hatte unter anderem 30 Nistkästen gebaut und in Absprache mit der Umweltbehörde der Stadt Lingen in Bramsche aufgehangen.

Für ihre Pflanzaktion von Jungbäumen und den Bau von Nistkästen erhielt die Jugendfeuerwehr Bramsche den Umweltpreis 2018 der Stadt Lingen. Foto: Jugendfeuerwehr Bramsche


Zudem hatte der Bramscher Feuerwehrnachwuchs an einem Samstag insgesamt 1200 Jungbäume angepflanzt. Dies war bereits ihre dritte Aktion dieser Art. "Es ist nicht selbstverständlich, an einem Samstagmorgen aufzustehen und Bäume zu pflanzen, anstatt auszuschlafen", lobte Krone das Engagement.

50 Apfelbäume gepflanzt

"Arbeitskreis 'Ortstypische Bepflanzung' Dorfgespräch Clusorth-Bramhar und Olaf Raue: Das hört sich sperrig an, aber es steckt eine Menge dahinter", begann Krone seine Laudatio auf die zweiten Preisträger des Lingener Umweltpreises 2018. Der Arbeitskreis kümmere sich nicht nur um die Flora, sondern auch die Fauna, betonte der Oberbürgermeister. Denn es seien nicht nur 50 Apfelbäume gepflanzt worden, deren Früchte einmal jedermann zur Verfügung stehen werden. "Neben dieser Aktion haben sie Flächen mit einer Blumenmischung eingesät, um Lebensraum für Insekten zu schaffen", erklärte Krone. Seine Bemerkung, dass der Arbeitskreis mit dem Pflanzen von Ginster an den Ortsnamen Bramhar erinnere, verstand nicht jeder der Zuhörer im Ratssitzungssaal. Der Oberbürgermeister vergaß zu erwähnen, dass sich der Ortsnahme vom altdeutschen Wort für Ginster, Braam, herleiten lassen könne.

Der Arbeitskreis "Ortstypische Bepflanzung" aus Clusorth-Bramhar hat unter anderem 50 Apfelbäume gepflanzt. Für diese und weitere Aktionen erhielt er den Umweltpreis 2018 der Stadt Lingen. Foto: Dieter Krieger


Olaf Raue veranstaltet seit 2007 das Apfelfest in Clusorth-Bramhar. "Dadurch wird der Umweltgedanke über Clusorth-Bramhar und die Lingener Stadtgrenzen hinausgetragen", lobte Krone die Veranstaltung. Besonders hervorzuheben sei der montags nach dem Apfelfest stattfindende Kindertag. Wegen der tausenden Besucher sei Clusorth-Bramhar beim Apfelfest "Nabel der Welt", sagte Krone. Er wies weiter darauf hin, dass der Fachausschuss Streuobst des Naturschutzbundes im März 2018 drei Tage mit Teilnehmern aus ganz Deutschland lang in Clusorth-Bramhar getagt habe.  


Die bisherigen Träger des Lingener Umweltpreises

Für besondere Bemühungen zur Erhaltung oder Wiedergewinnung einer natürlichen Umwelt oder für Aktivitäten, die das Umweltbewusstsein stärken, verleiht die Stadt Lingen seit 1986 einen Umweltpreis. Folgende Preisträger wurden bisher ausgezeichnet:


  • 1986 Rektor i. R. Franz Busche für seine langjährigen Bemühungen um den Natur- und Artenschutz im Altkreis Lingen 
  • 1987 Die Kinder der Stadt Lingen (Ems) als Anerkennung für die alljährlich mit großem Engagement durchgeführten Landschaftssäuberungsaktionen (Preis: Kinderfest auf der Wilhelmshöhe) 
  • 1988 Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - Kreisgruppe Emsland - für seine langjährigen Bemühungen im Dienst des Natur- und Umweltschutzes in der Stadt Lingen und im gesamten Emsland 
  • 1989 Hermann Tenfelde als Dank und Anerkennung für seine langjährigen Bemühungen um lokale Umweltbelange 
  • 1990 Der Elternverein Restrisiko Emsland für sein Engagement und seine Bemühungen um lokale Umweltbelange 
  • 1991 Die Kolpingfamilie St. Josef-Laxten für die Sammlung und Aufbereitung von Gebrauchsgegenständen wie Fahrräder, Waschmaschinen, Küchenmaschinen, Brillen usw. (die reparierten Geräte wurden in mehrere Länder der 3. Welt weitergeleitet.) 
  • 1992 Der Fischereiverein 1888 Lingen als Anerkennung für die Bemühungen um die Hege und Pflege der heimischen Fischbestände und für seine Aktivitäten im Bereich des Amphibien- und Vogelschutzes 
  • 1993 Die Lingener Ameisenschutzwarte für ihre Bemühungen zur Erhaltung der Waldameisenkolonien im Gebiet der Stadt Lingen (Ems) 
  • 1994 Umweltwettbewerb der Lingener Schulen: Die Wilhelm-Berning-Schule für ihre Aktivitäten zum Schutz von Umwelt und Natur und die Klassen 9 und 10 der Realschule Marienschule für die Durchführung umfangreicher Naturschutzmaßnahmen 
  • 1995 Umweltwettbewerb der Lingener Gewerbebetriebe: Die Firma Möbel Kühlenborg für die naturnahe Gestaltung des Betriebsgeländes 
  • 1996 Einsatz der Haushaltsmittel zur Mitfinanzierung eines Regenwaldprojektes in Ecuador 
  • 1997 Vier Initiativen für die ökologische und kindgerechte Umgestaltung von Spielplatzanlagen 
  • 1998 Die Jägerschaft Lingen und die Jugendfeuerwehr Bramsche für die Durchführung verschiedener Naturschutzmaßnahmen und für das anhaltende Engagement hinsichtlich der Übernahme zukünftiger Pflegemaßnahmen 
  • 2000 Der Dritte-Welt-Laden für Aktivitäten zur allgemeinen Förderung einer nachhaltigen zukunftsfähigen Entwicklung in den Dritte-Welt-Ländern sowie für seine Projektarbeit in El Salvador und die Naturschutz AG der 9. und 10. Realschulklasse der Marienschule für die Durchführung von Pflege- und Entwicklungsarbeiten in zwei Biotopen (1998-2000) 
  • 2002 Die Jagdgemeinschaft Darme für das Projekt „Planung und Errichtung eines Naturlehrpfades im Umfeld des Heimathauses Darme“ 
  • 2004 Die Eheleute Lisa und Harald Nüsse aus Lingen-Schepsdorf für die Errichtung eines „Niedrigstenergiehauses“ mit technischen Sonderlösungen und der Kindergarten St. Marien in Lingen- Brögbern für die Integration von technischen Umweltthemen in den Kindergartenalltag 
  • 2006 Auf die Vergabe des Umweltpreises 2006 wurde mangels Bewerbungen verzichtet. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro wurde für die Einrichtung einer Fahrradverleihstation für das Welt-Kindertheater-Fest zur Verfügung gestellt. 
  • 2008 Schwerpunkt Projekte von Kindern und Jugendlichen : Das Gymnasium Georgianum für die Umgestaltung des Schulgeländes, die Grundschule Darme für die Umgestaltung eines Schulhofbereiches zu einem „Grünen Klassenzimmer“ und die Anlage eines „Jahreszeitenbeet“, die Tagesbildungsstätte Christophorus-Werk für die Umsetzung eines „Waldklassenzimmer“ 
  • 2012 Arnold Sennhauser für die langjährige umweltpädagogische Arbeit zum Schutze der heimischen Tier- und Pflanzenwelt 
  • 2015 Claus Alfes für die langjährigen Verdienste zum Schutze der Umwelt in Lingen und im Umland und an die Jugendherberge Lingen für ihr herausragendes Engagement bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Jugendherberge und ihre umfassendes Umweltbildungsangebotes für ihre Gäste, im Speziellen für Kinder und Jugendliche

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