"Der Traum vom anderen Deutschland" Beeindruckende Ausstellung in der Alten Molkerei Freren

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Die Geschwister Scholl wurden  am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. In diesem Zusammenhang und angesichts des 100. Geburtstags von Hans Scholl wird in der Alten Molkerei Freren die Ausstellung "Der Traum vom anderen Deutschland" eröffnet.  Foto: FriedensbibliothekDie Geschwister Scholl wurden am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. In diesem Zusammenhang und angesichts des 100. Geburtstags von Hans Scholl wird in der Alten Molkerei Freren die Ausstellung "Der Traum vom anderen Deutschland" eröffnet. Foto: Friedensbibliothek

Freren. Zum 100. Geburtstag von Hans Scholl lädt der Kulturkreis Impulse in Kooperation mit der jüdischen Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“ und der Berliner Friedensbibliothek – Antikriegsmuseum am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr zu der Eröffnung der Ausstellung „Der Traum vom anderen Deutschland“ in die Alte Molkerei ein.

Anfangs von der euphorischen Begeisterung und dem Gefühl der Zugehörigkeit in der Hitlerjugend sowie in dem Bund Deutscher Mädchen angesteckt, wurden die Geschwister Scholl kritisch  und hinterfragten. Aus glühenden Anhängern entwickelten sich Hans und Sophie Scholl zu Widerstandskämpfern, die bis zu ihrer Verhaftung am 18. Februar 1943 für die „Weiße Rose“ Flugblätter verteilten. Am 22. Februar 1943 wurden beide in einem Schauprozess vom Volksgerichtshof, der in Jahr 1943 1662 Todesurteile fällte, zum Tod verurteilt und auf das Schafott geführt. Wenige Tage nach der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl tauchten an der Fassade der Münchner Universität folgende Inschriften auf: „Scholl lebt! Ihr könnt den Körper zerstören, aber niemals den Geist!“

 60 Zitate von Zeitzeugen

Auch nach 75 Jahren lebt dieser Geist weiter und ermahnt auch jetzige Generationen. Die Ausstellung ist aus 200 großformatigen Schwarzweiß-Fotos und 60 Zitaten von Zeitzeugen zusammengestellt und verweist auf einen Blickwinkel des Alltags aus dieser Zeit. So ist die Motivauswahl breit gefächert und zeigt Bilder, die gar nicht oder nur selten veröffentlicht wurden bzw. werden:  Inflation und Arbeitslosigkeit aus der Zeit vor 1933, frenetische Jubelbilder, Konzentrationslager, Warschauer Ghetto, Ostfront und ein in Trümmern liegendes Deutschland.  

Die Ausstellung kann während der Bürozeiten (8 bis 12 Uhr) oder nach Rücksprache außerhalb dieser Zeiten besichtigt werden. pm


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