Nach Óscar Romero benannt Generalvikar Paul segnet neues Studentenwohnheim in Lingen

Generalvikar Theo Paul segnete die Räume des von der Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Osnabrück errichteten Studentenheimes in der Lingener Ottostraße. Foto: Wilfried RoggendorfGeneralvikar Theo Paul segnete die Räume des von der Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Osnabrück errichteten Studentenheimes in der Lingener Ottostraße. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Generalvikar Theo Paul hat jetzt das vom Stephanswerk, der Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Osnabrück, in der Lingener Ottostraße erbaute Studentenwohnheim gesegnet. Benannt ist das Haus nach dem am 24. März 1980 ermordeten Erzbischof von San Salvador, Óscar Romero.

Dechant Thomas Burke bezeichnete es als Glücksfall, dass das neue Studentenwohnheim seit letztem Sonntag einen Heiligen als Schutzpatron habe. Papst Franziskus hatte Óscar Romero am 14. Oktober heilig gesprochen. Generalvikar Paul begründete seinen Namensvorschlag für das Óscar-Romero-Haus: "Bis heute ist der ermordete Bischof eine Identifikationsfigur im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Armut sowie ein Vorbild konsequenten Handelns." Während der Segnung der Räume trug der Generalvikar eine aus El Salvodor stammende Stola. "Die Verbundenheit mit den Menschen dort wird dadurch sichtbar", erklärte Paul.

Für eventuelle Nachnutzung konzipiert

Johannes Baune, kaufmännischer Geschäftsführer des Stephanswerks, betonte, Romero habe mit Mut, Unerschrockenheit und Gottvertrauen auf Risiken reagiert. Er empfahl den 31 Bewohnern des Hauses, auf Risiken und in "dunklen Zeiten" während ihres Studiums ähnlich zu verfahren. "Ansonsten genießen sie das Studentenleben. Sie sind diejenigen, die Leben in die Bude bringen." Stephanswerk-Geschäftsführer und Architekt Ulrich Saremba erläuterte, das Haus sei so konzipiert, das auch ein normales oder betreutes Wohnen dort möglich sei, falls die studentische Nutzung einmal entfalle. Die 31 Bewohner würden in sechs Wohngemeinschaften mit jeweils vier bis sieben Bewohnern leben.

Dank für gute Zusammenarbeit

Saremba und Baune dankten der Stadt Lingen für die gute Zusammenarbeit bei Planung und Bau. Diesen Dank gab Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone zurück: "Das Stephanswerk war ein hervorragender Partner." Angesichts des hohen Wohnungsdrucks in der Stadt könne Lingen die 31 Wohnungen gut gebrauchen. "Wir sind dankbar, dass sie 2,2 Millionen Euro investiert haben", sagte Krone an das Stephanswerk gewandt.

Studentenleben genießen

Während das Stephanswerk nach der Einsegnungsfeier die Ehrengäste mit Canapés bewirtete, hatte es für die jungen Bewohner des Hauses frei nach Baunes Empfehlung "genießen sie das Studentenleben" pragmatischer gedacht: Für jede der sechs Wohngemeinschaften stand im Treppenhaus eine Kiste Bier bereit. 






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