Fußballer spenden an Hospizverein U-20-Nationalelf besucht kleine Patienten im Lingener Krankenhaus

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Besuch am Krankenbett: (von links) Robin Hack (TSG Hoffenheim) Jan, Niklas Dorsch (1. FC Heidenheim), Tim und Salih Özcan (1. FC Köln) kamen ins Gespräch. Foto: Bonifatius-HospitalBesuch am Krankenbett: (von links) Robin Hack (TSG Hoffenheim) Jan, Niklas Dorsch (1. FC Heidenheim), Tim und Salih Özcan (1. FC Köln) kamen ins Gespräch. Foto: Bonifatius-Hospital

Lingen. Den Aufenthalt im Emsland anlässlich des Länderspiels in Meppen hat die deutsche U-20-Fußballnationalmannschaft genutzt, um am Mittwoch dem Lingener Bonifatius-Hospital einen Besuch zu machen.

„Hast du einen Lieblingsspieler?“ „Gomez“, antwortet der siebenjährige Jan wie aus der Pistole geschossen. Er besucht gerade seinen Bruder Tim (8) im Bonifatius-Hospital Lingen. Das Besondere: Auch die Fußballprofis der U20-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Robin Hack (TSG Hoffenheim), Niklas Dorsch (1. FC Heidenheim) und Salih Özcan (1. FC Köln) sind zu Besuch am Krankenbett.

Großer Empfang vor dem Bonifatius-Hospital Lingen: Die U-20-Mannschaft samt Trainerstab des Deutschen Fußball-Bundes wurde herzlich willkommen geheißen. Foto: Bonifatius-Hospital

Schnell geht es um Fußball, die Vereine und Fragen wie „Wann habt ihr angefangen zu spielen?“ oder „Wie oft trainiert ihr?“ Die ganze U20-Nationalmannschaft samt Trainerstab war am Mittwoch zu Gast bei der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin im Bonifatius Hospital. Sie besuchten nicht nur die Kinder auf der Station, sondern standen auch der Lucky-Löwen-Fußballmannschaft für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap des SV Olympia Laxten Rede und Antwort. Die Mannschaft wurde vor zehn Jahren gegründet, mittlerweile kicken rund 40 Kinder zwischen sieben und 20 Jahren miteinander.

Eine andere Perspektive einnehmen

Mit ihrem Besuch möchten die Spieler der U 20 eine andere Perspektive einnehmen und abseits vom Spielfeld neue Eindrücke gewinnen, Gutes tun. Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Henry Bosse, hieß die Gäste herzlich willkommen und bedankte sich für deren Engagement und Interesse, die Abteilung und die Arbeit vor Ort kennenzulernen. Auch Birgit Stoßberg, Vorsitzende des Lingener Hospizvereins, freute sich über den Besuch und verwies auf die eng vernetzte Zusammenarbeit, um schwer erkrankte Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu unterstützen und zu betreuen. Hospizarbeit beinhalte vor allem, für den Menschen da zu sein. Und diese Aufgabe werde gemeinsam durch helfende Hände seitens des Bunten Kreises, einer Nachsorgeeinrichtung zur Beratung und Begleitung für Familien mit kranken oder zu früh geborenen Kindern, dem Palliativstützpunkt nördliches Emsland in Sögel, dem Lingener Hospizverein, dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke und dem Bonifatius-Hospital geleistet.

Das Gespräch gesucht

Bei einem Rundgang durch die Kinder- und Jugendstation lernten die Spieler und der Trainerstab die kleinen Patienten kennen und suchten das Gespräch. Die Fußballer nahmen sich Zeit, schrieben Autogramme und beantworteten viele Fragen der kleinen Fans. „Da merkt man erst, wie gut es einem selbst geht“, sagte U20-Nationalspieler Paul Will (Bayern München).

Eine 500-Euro-Spende brachte das DFB-Team für den Hospizverein mit: (von links) Teammanager Jürgen Scherer, Salih Özcan, Trainer Meikel Schönweitz, Dr. Henry Bosse sowie Koordinatorin Helene Krieger-Friedrich, Birgit Stoßberg und Walter Höltermann vom Lingener Hospizverein. Foto: Bonifatius-Hospital


Außerdem wurden jede Menge Fotos gemacht. Neben einem unterschriebenen Trikot hatte die Mannschaft auch kleine Präsente und einen Scheck in Höhe von 500 Euro für den Lingener Hospizverein dabei. Das Geld soll dem Kinderhospizdienst und damit der Begleitung von schwerkranken Kindern und deren Angehörigen sowie der Kindertrauerarbeit zu Gute kommen. 

Mit den Füßen auf dem Boden bleiben

In ihrem Alltag steht für die jungen Spieler der U20 vor allem der Sport im Vordergrund, erklärte der Teammanager Jürgen Scherer. Umso mehr sei es wichtig, die Perspektive zu ändern und die Sorgen anderer wahrzunehmen. „Das hilft uns auch, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben“, sagte Scherer.

Zu ihrem U-20-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am Freitag, 12. Oktober, um 17.30 Uhr in der Meppener Hänsch-Arena lud der Teammanager dann alle Kinder im Namen der Mannschaft ein. Ein Wiedersehen ist also garantiert.


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