Mehr als 100 Frauen im Dienst Fortbildung der emsländischen Feuerwehrfrauen in Lingen

Von Felix Reis

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Der Rüstwagen Kran der Ortsfeuerwehr Lingen diente als Hintergrund für das Erinnerungsfoto. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Ausbildern durften Jessica Koch (1. von links) sowie Marc-André Burgdorf (4.von rechts) und Holger Dyckhoff (6. von rechts) nicht fehlen. Foto: Felix ReisDer Rüstwagen Kran der Ortsfeuerwehr Lingen diente als Hintergrund für das Erinnerungsfoto. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Ausbildern durften Jessica Koch (1. von links) sowie Marc-André Burgdorf (4.von rechts) und Holger Dyckhoff (6. von rechts) nicht fehlen. Foto: Felix Reis

Lingen. In den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Emsland gibt es in den Einsatzabteilungen mehr als 100 Frauen. Jetzt fand die erste Fortbildung der emsländischen Feuerwehrfrauen statt.

Fachbereichsleiterin „Chancengleichheit“ Jessica Koch hatte die Veranstaltung auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Lingen organisiert. „Unser Ziel ist es, ein Netzwerk, nicht nur für die Kameradinnen im Emsland, sondern auch darüber hinaus, aufzubauen“, sagte sie bei der Begrüßung. Im November 2016 gelang es ihr, den Bundeskongress Netzwerk für über 100 Frauen von Freiwilligen- und Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland nach Lingen zu holen. 

Umgang mit einem Plasmaschneider

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und einer Diskussion über die Arbeit der Feuerwehrfrauen im Emsland stand der Umgang mit einem Plasmaschneider in Theorie und Praxis auf dem Programm. Claus Beer und Thorsten Lemme von der Lingener Wehr übernahmen diese Aufgabe.

Netzwerk aufbauen

„Bis in die 70-er Jahre war nach Ansicht der Berufsfeuerwehr Köln Feuerwehr reine Männersache“, sagte Kreisdezernent Marc-André Burgdorf schmunzelnd. Das wäre erfreulicherweise heute nicht mehr so. Immer mehr Frauen und auch Mädchen treten in die Freiwillige- und Jugendfeuerwehr ein. „Deshalb ist es wichtig, hier ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen“, so Burgdorf mit einem Dank an Jessica Koch.

Frauen für Feuerwehr begeistern

„Wir müssen die Frauen für den Feuerwehrdienst begeistern“, sagte Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff. Das beträfe aber auch ausländische und gehandicapte Mitbürger. Man sei im Emsland auf einem guten Weg aber es wäre noch viel Arbeit zu leisten. „Auch Führungskräfte werden dringend gebraucht“, so Dyckhoff.

Regelmäßige Fortbildungen

„In Zukunft werden wir immer am zweiten Samstag im September Fortbildungen für Feuerwehrfrauen im Emsland zu den verschiedensten Themen veranstalten“, sagte Jessica Koch. Für das nächste Jahr stehe das Thema schon fest. Auf dem Übungsgelände des THW Nordhorn können viele Szenarien geübt werden.


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