Bundesverdienstkreuz erhalten Lingener Wilhelm Terhorst ausgezeichnet

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<em>Strahlend nimmt Willi Terhorst</em> den Glückwunsch von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone entgegen, der ihm im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz überreicht hat. Foto: Wilfried RoggendorfStrahlend nimmt Willi Terhorst den Glückwunsch von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone entgegen, der ihm im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz überreicht hat. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. „Wilhelm Terhorst“ – der „amtliche“ Vorname steht nur in der Verleihungsurkunde des Bundespräsidenten. Die meisten Gäste gratulieren einfach kurz und bündig „ihrem lieben Willi“ nachdem Terhorst im Heimathaus Schepsdorf aus der Hand des Lingener Oberbürgermeisters Dieter Krone das Bundesverdienstkreuz erhalten hat.

Dabei ist die Liste der Verdienste von Terhorst mindestens ebenso lang wie die offizielle Ordensbezeichnung „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Dies wird in der Laudatio von Krone deutlich.

„Ihr Leben ist geprägt durch jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in den drei großen Bereichen Politik, Kirche und Kultur.“ Terhorst war von 1986 bis 2006 Mitglied des Schepsdorfer Ortsrates, dessen Ehrenmitglied er seit 2007 ist. Von November 1991 bis Januar 2004 habe Terhorst als Ortsbürgermeister maßgeblich zur Entwicklung Schepsdorfs beigetragen.

Eine besondere Rolle im Leben von Terhorst hat auch die ehemalige Kirche St. Michael in Reuschberge gespielt. Der pensionierte Berufssoldat war 17 Jahre lang Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Militärkirche und engagiert sich noch heute als Vorsitzender der „ Gemeinschaft katholischer Soldaten “ in Lingen.

„Als der Kirche Anfang 2001 der Abriss drohte, war es für Sie eine Selbstverständlichkeit, für ihren Erhalt zu kämpfen“, betonte Krone vor den Gästen aus Politik, Verwaltung, Bundeswehr, Vertretern Schepsdorfer Vereine sowie Freunden und der Familie des 70-Jährigen. Auch durch den Einsatz von Terhorst sei die Kirche erhalten geblieben. Das dort entstandene Kulturforum sei heute, fast zehn Jahre nach seiner Gründung, aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken.

Seit 21 Jahren ist Terhorst zudem Vorsitzender des Schepsdorfer Heimatvereins, zu dessen Gründungsmitgliedern er 1989 zählte. Auf seine Initiative hin wurde ein altes Heuerhaus in Lohne erworben und in weit mehr als 1000 Arbeitsstunden in Schepsdorf als Heimathaus wieder aufgebaut. Der Geehrte hatte sich daher auch dieses Haus als Ort für die Ordensverleihung ausgesucht.

Terhorst dankte besonders seiner Frau Irmgard und seinen drei Kindern, ohne deren Unterstützung sein Engagement nicht möglich gewesen sei. Seinen Mitstreitern, auch in weiteren Funktionen, dankte er ebenfalls. Dazu zählt auch die Betriebsratsarbeit in der Hedonklinik, wo der Stabsfeldwebel außer Dienst nach seiner Bundeswehrzeit tätig war.

Das vielleicht größte Kompliment an diesem Tag machte „Willi“ allerdings keiner der Festredner, sondern seine siebenjährige Enkelin Katharina: „Ich finde es super, das Opa den Orden bekommen hat – der sieht gut aus. Aber auch ohne ist er einfach der tollste Opa, den es gibt.“


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