Ökumenisches Frauentreffen in Lingen Oberthür: Offen sein für geschenkte Momente

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Erika Ahlers, ehemalige Diakonin der Lingener Kreuzkirche, gehört zu den Gründerinnen des Ökumenischen Frauentreffens. Foto: RoggendorfErika Ahlers, ehemalige Diakonin der Lingener Kreuzkirche, gehört zu den Gründerinnen des Ökumenischen Frauentreffens. Foto: Roggendorf

Lingen Unter der Leitung von Diakonin i.R., Erika Ahlers, hat in den Pfarrräumen der Gemeinde Maria Königin das 40. ökumenische Frauentreffen stattgefunden. Es war gleichzeitig die letzte Veranstaltung in dieser Form.

Anfang des Jahres war die die Entscheidung gefallen, im September das letzte Ökumenische Frauentreffen anzubieten. Vor 40 Jahren hatte Erika Ahlers mit anderen Weggefährtinnen das Frauentreffen gegründet, weil ihr schon damals die Ökumene ein Herzensanliegen gewesen war.

Vor 80 Frauen aus allen Kirchengemeinden der Stadt und Brögbern referierte Günter Oberthür, katholischer Seelsorger an der Hedonklinik und Referent für Altenpastoral, zum Thema „Wenn die Jahre vergehen - was geht, was bleibt, was kommt“. Er legte dar, wie rasant sich vielfach das Lebensumfeld in Kirche und Gesellschaft verändert. Vielen Älteren falle es zunehmend schwerer, sich zu orientieren in einer Welt mit immer weniger Regeln und Traditonen. Während sie diese Entwicklung eher als Verlust empfinden, genießen sie auf der anderen Seite die neu gewonnene Freiheit. Verborgene Talente kommen (wieder ) zum Vorschein und lang gehegte Wünsche können nun gelebt werden.

Es bleibt den Worten von Oberthür zufolge Zeit, sich mit grundlegenden Lebensfragen auseinanderzusetzen, wie zum Beispiel: Wofür lebe ich? Wie will ich die verbleibenden Jahre gestalten? Was muss ich planen?

Positive Einstellung

Deutlich machte Oberthür in seinem Vortrag, wie wichtig eine positive Einstellung zum Alter sei und wie sie die Lebensqualität erhöhe. Soziale Kontakte sollten so lange wie möglich gepflegt und ausgebaut werden. Dies bedeute auch, sich selbst auf den Weg zu machen und offen zu sein für „geschenkte Momente“.

Zeit zu haben bietet nach seinen Worten auch die Chance der Versöhnung mit dem Vergangenen und könne zu tieferer Spiritualität führen. So könne der älter werdende Mensch für andere Zeuge eines erfüllten Lebens werden. Am Ende der Veranstaltung erinnerte Erika Ahlers an die vielen verstorbenen und noch lebenden Frauen, die das Ökumenische Frauentreffen mit begründet und über viele Jahre bis heute begleitet haben.

Der Erlös des Vormittags von 153 Euro kommt der Deutschen Teddy-Stiftung zugute. Sie stattet Hilfs- und Rettungsorganisationen mit Trostbären für Kinder aus.

Mit einem Gebet, einem Segenslied und Dank an alle, die zum Gelingen des Vormittags beigetragen hatten, fand nach 40 Jahren das ökumenische Frauentreffen einen würdigen Abschluss. pm


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