Aufbau in wenigen Monaten Lust auf Neues in der Lingener Kita Gebrüder Grimm

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Auch die Kleinsten fühlen sich in der Kindertagesstätte Gebrüder Grimm in Lingen wohl. Im Hintgergrund von links: die Erzieherinnen Yvonne Marter und Anna Schröer, Heinz Roling, Alwine Röckener und Hermann Mess von der Kirchengemeinde Maria Königin sowie Kita-Leiterin Ute Voss. Foto: Thomas PertzAuch die Kleinsten fühlen sich in der Kindertagesstätte Gebrüder Grimm in Lingen wohl. Im Hintgergrund von links: die Erzieherinnen Yvonne Marter und Anna Schröer, Heinz Roling, Alwine Röckener und Hermann Mess von der Kirchengemeinde Maria Königin sowie Kita-Leiterin Ute Voss. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Seit zwei Monaten läuft der Betrieb der Kindertagesstätte Gebrüder Grimm im ehemaligen Gebäude der Haupt- und Realschule an der Elsterstraße. Ein Kraftakt war die Einrichtung der Kita im wörtlichen wie übertragenen Sinne nicht nur für die Stadt Lingen, sondern auch für den Träger, die Kirchengemeinde Maria Königin.

Dies ist das Resümee eines Gesprächs unserer Redaktion mit Gemeindereferentin Alwine Röckener, Hermann Mess und Heinz Roling vom Kirchenvorstand sowie Kita-Leiterin Ute Voss. Vier Gruppen sind dort eingerichtet, zwei Regel- und zwei Krippengruppen für insgesamt 80 Jungen und Mädchen.

Anfrage im März

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Lingener Kindertagesstätten ist sehr groß. Im März sei die Stadt Lingen deshalb an die Kirchengemeinde Maria Königin mit der Frage herangetreten, ob sie sich die Trägerschaft für eine weitere Betreuungseinrichtung vorstellen könne, blickte Röckener zurück. Drei Kitas waren es zu diesem Zeitpunkt bereits. Nun sollte die vierte hinzukommen.

Einstimmige Entscheidung

"Vor allem die Personalgewinnung war ein echter Kraftakt", erläuterte Röckener. Hier sei sehr viel Arbeit auf die ehrenamtlichen Mitglieder im Kirchenvorstand zugekommen. Da traf es sich gut, dass zum Beispiel mit Hermann Mess und Heinz Roling sehr erfahrene Mitglieder dort mitwirken, die aufgrund früherer beruflicher Tätigkeiten obendrein Erfahrung im Personal- und Bauwesen haben. Die Entscheidung, eine weitere Trägerschaft zu übernehmen, sei im Kirchenvorstand einstimmig ausgefallen, sagte Mess. "Wir wollen, dass Kinder einen guten Start ins Leben bekommen", betonte der Lingener. Das Ehrenamt tue einem selbst gut, wenn man das Kinderlachen draußen hört, meinte Roling beim Blick aus dem Fenster, wo die Kita-Kinder auf dem eingezäunten Spielplatz fröhlich herumtollten.

An die Grenzen gegangen

Nach Ostern waren dann die weiteren Weichen gestellt: Die Stadt würde sich um die Umbaumaßnahmen kümmern, die Kirchengemeinde um die Einstellung des Personals und die Konzeption. "Wir sind da schon an die Grenzen gegangen", beschrieb Röckener den enormen Arbeitsaufwand insbesondere für die Ehrenamtlichen bei Maria Königin. Ein glücklicher Umstand für den Träger war, dass mit der neuen Leiterin Ute Voss eine erfahrene Erzieherin aus den eigenen Reihen an der Spitze stand. Voss war zuvor 20 Jahre in der Kindertagesstätte Maria Königin tätig und bekam nun die Aufgabe, als Leiterin der Kita Gebrüder Grimm ein neues Team aufzubauen. 

Lust, etwas Neues aufzubauen

Dieses ist bunt gemischt, mit längerer und kürzerer Berufserfahrung, es sind pädagogische Fachkräfte aus Lingen, dem südlichen Emsland und der Grafschaft Bentheim. Sie alle hat aber eines miteinander verbunden: Die Lust, etwas ganz Neues aufzubauen, eine Kita in einer ehemaligen Schule, die auch viel Platz für Ideen bietet, betonte Voss. Der Träger bot außerdem unbefristete Verträge an.

Tag der offenen Tür im Frühjahr

"Alles ist sehr gut geworden", dankte die Leiterin allen Beteiligten. Die Nachbarschaft mit den Schülern der Pestalozzischule, die am Standort der früheren Gebrüder-Grimm-Schule unterrichtet werden,  funktioniere ebenfalls reibungslos, sagte die Leiterin. Im Frühjahr nächsten Jahres sei ein Tag der offenen Tür in der Kita Gebrüder Grimm geplant. "Dass der Name beibehalten worden ist, hat vor allem Eltern gefreut, die hier selbst zur Schule gegangen sind", erklärte Voss.


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