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27.09.2018, 17:33 Uhr KOMMENTAR

Keine Hochglanz-Prestigeprojekte im Lingener Haushalt

Kommentar von Thomas Pertz

Die Einnahmen bei der Gewerbesteuer steigen in Lingen derzeit weiter. Für das Hausaltsjahr 2019 hat die Stadt erhebliche Investitionen insbesondere im Bereich der Kindertagesstätten vor. Foto: dpaDie Einnahmen bei der Gewerbesteuer steigen in Lingen derzeit weiter. Für das Hausaltsjahr 2019 hat die Stadt erhebliche Investitionen insbesondere im Bereich der Kindertagesstätten vor. Foto: dpa

Lingen. Es sind keine Hochglanz-Prestigeobjekte, in die die Stadt Lingen 2019 Geld hineinsteckt. Die größten Summen kommen den Kleinsten zugute.

Die Stadt Lingen steht mit ihren Investitionen für das kommende Haushaltsjahr mächtig unter Dampf. Mit rund 21 Millionen Euro haben sich diese im Vergleich zu den elf Millionen im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Wichtig ist: Es sind keine Hochglanz-Prestigeobjekte, in die die Kommune Geld hineinsteckt. Die größten Summen kommen den Kleinsten zugute: Der weitere Ausbau von Krippen- und Betreuungsplätzen bildet einen Schwerpunkt für 2019.

Das ist gut so, wenn das Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf kein Lippenbekenntnis bleiben soll. Hinzu kommt, dass die beschlossene Kostenbefreiung bei den Kita-Gebühren für die Eltern die Nachfrage nach freien Plätzen zusätzlich erhöht hat. Die Kommune muss und will ihre Aktivitäten auch hier hochhalten, wenn sie weiter als attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort wahrgenommen werden möchte.

Da auch im Tiefbaubereich weitere Aufgaben hinzukommen, ist abzusehen, dass die Belastung der Mitarbeiter besonders in der Bauverwaltung weiter zunehmen wird. Der Vorschlag von CDU-Ratsherr Günter Reppien, zu überlegen, ob nicht die eine oder andere Planungsaufgabe an externe Büros abgegeben werden könne, zielt deshalb in die richtige Richtung. Dies kann zu Entlastungen im Rathaus führen, ohne dass es automatisch zu einer Erhöhung von Personalkosten kommt.


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