"Goldener Chris" Doppelsieg beim zwölften Song Slam im Lingener Koschinski

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Der Biergarten des Lingener Koschinski bot einmal mehr eine lauschige Atmosphäre für Besucher des Song Slam. Foto: Jens KotallaDer Biergarten des Lingener Koschinski bot einmal mehr eine lauschige Atmosphäre für Besucher des Song Slam. Foto: Jens Kotalla

Lingen. Nette Leute, ein scherzender Moderator und nicht zuletzt handgemachte Live-Musik: Mit einem Doppelsieg zweier Musiker ist der zwölfte Song Slam im Koschinski in Lingen zu Ende gegangen.

Jens Kotalla führte wie gewohnt mit lockerer Zunge durch den Abend und heizte dem Publikum für die vier Talente des Abends ein. Laander Karuso aus Osnabrück, Joschka Brings aus Herford, Moe aus Bielefeld und Dalia Häßicke aus Münster sangen sich durch Abend – stets den „Goldenen Chris“ als Trophäe im Blick.

Von Irish-Folk bis hin zu Balladen 

Den Anfang machte Karuso. Anstatt mit einer erwarteten Ballade sorgte er als erster Teilnehmer mit rauer Stimme für fetzige Irish-Folk-Klänge und erntete dafür 36 Punkte von der Publikums-Jury. Die Messlatte war gesetzt. Das Level halten oder es besser machen, hieß es dann für Brings, der wesentlich ruhigere Töne, dafür aber effektvolle Ausbrüche in seiner Stimme präsentierte. Ein wenig schieden sich die Geister und somit auch die Punktebewertungen. Am Ende holte er sich 38 Punkte.

Eine poppige Ballade, dafür mit ordentlich viel Dreck in der Stimme bot Sänger Moe. Der sympathische Bielefelder setzte sich schon in Runde eins von seinen Vorgängern ab und knackte die 40er-Grenze mit 42 Punkten. Ein Ergebnis, das nur noch von Häßicke mit 44 Punkten getoppt wurde.

Die Tendenz für Runde zwei stand also schon einmal fest. Auch für Besucher Sebastian Fielers. Der Lingener gönnte sich einen gemütlichen Abend mit Freunden und hatte schnell seinen Favoriten gefunden: „Moe. Ich hoffe, dass er gewinnt.“ 

"Ein bisschen Gänsehaut"

Auch in Runde zwei bleiben die Künstler ihrem Stil treu. Dieses Mal wurde das Pferd von hinten aufgezäumt, und zwar mit Häßicke. Ihr zweiter Song „Wundertüte“ hielt, was der Name verspricht. Vor allem das säuselnde Kazoo am Ende brachte das Publikum zum schmunzeln und die Jury zu einer Punktevergabe von 41 Zählern. Jede Menge Punkte regnete es auch für Moe, der die Besucher zum Mitsingen im Kanon bewegte. Ein schöner Moment, fand auch Kotalla: „Das gab jetzt wirklich ein bisschen Gänsehaut“, sagte er. Mit 47 Punkten standen die Chancen gut für das Finale. Brings zeigte sich nochmals mit einer gefühlvollen Ballade und auch Karuso blieb bei schnelleren Klängen auf der Gitarre. Mit 38 und 42 Punkten jedoch, mussten sie sich ihren Musiker-Kollegen geschlagen geben.

"Danke an die Academy"

Moe und Häßicke mussten ein drittes Mal ran. Technische Probleme ließ die Münsteranerin links liegen, und startete in ihrem letzten Song ab der Hälfte noch einmal in der Akkustikvariante. Moe spielte ein LIed „über Menschen die nichts Gutes tun“ und traf auch damit wieder den Geschmack der Biergartenbesucher. Trotz seiner geschulten Ohren, konnte Kotalla keinen Unterschied in der Lautstärke der Applausabstimmung für den Gewinner ausmachen. Es gab ein Unentschieden. Moe und Dalia Häßicke zeigten sich glücklich mit dem Ergebnis. „Danke an die Academy“ , scherzte Moe, den „Goldenen Chris“, welcher dem Oscar gleicht, in der Hand haltend. 


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