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14.09.2018, 17:38 Uhr ZUR BORKENKÄFERPLAGE IN LINGEN

Rechtzeitig Aufwachen und Klimawandel nicht verschlafen

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Förster Clemens Niers weist auf kleine Löcher im Stamm der Fichte hin, die der Buchdrucker, eine Unterart des Borkenkäfers, dort gebohrt hat. Foto: Wilfried RoggendorfFörster Clemens Niers weist auf kleine Löcher im Stamm der Fichte hin, die der Buchdrucker, eine Unterart des Borkenkäfers, dort gebohrt hat. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Mensch neigt dazu, sich an langsame Entwicklungen zu gewöhnen und ihre Folgen unter Umständen zu verschlafen. Rechtzeitiges Aufwachen ist aber nötig, damit die Folgen nicht unumkehrbar werden, meint unser Kommentator.

Der starke Befall der Lingener Wälder mit dem Borkenkäfer ist kein Zufall, sondern Folge einer langsamen, aber beständigen Entwicklung: des Klimawandels. Die ständige Zunahme der Temperatur über Jahrzehnte hinweg wird öfter zu solchen heißen und trockenen Sommern wie 2018 führen, die dem Borkenkäfer optimale Bedingungen bieten. Dagegen wird sich ein langsam über viele Jahre wachsender Wald irgendwann nicht mehr wehren können.

Der Mensch neigt dazu, sich an langsame Entwicklungen wie den Klimawandel zu gewöhnen und ihre Folgen unter Umständen zu verschlafen. Der starke Befall der Wälder mit dem Schädling sollte ein Weckruf sein. Rechtzeitiges Aufwachen ist nötig, damit die Folgen des Klimawandels nicht irgendwann unumkehrbar werden.


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